Walter Nowotny bleibt am Zentralfriedhof

Das umstrittene Grab von Walter Nowotny
Das umstrittene Grab von Walter Nowotny ©APA
Eines der umstrittensten Gräber Wiens bleibt genau dort, wo es ist: Das von NS-Kampfflieger Walter Nowotny.

Die Kontroverse um dieses spezielle Grab ist schon lange im Gange: Die einen wollen es weghaben, da ein Nazigrab auf dem Zentralfriedhof nichts verloren habe. Die anderen wollen den Jagdflieger fanatischen Nationalsozialisten auch 68 Jahre nach seinem Tod noch ehren und halten daher jedes Jahr eine vom DÖW als Versammlung von ‘Rechtsextremen und Neonazis’ eingestufte ‘Gedenkveranstaltung’ ab. Das berichtet der ORF Wien.

Verein übernimmt die Grabpflege von Walter Nowotny

Im Jahr 2003 wurde dem Grab der Ehrenstatus der Stadt Wien abgesprochen. Umgehend gründete sich der Verein ‘Verein zur Pflege des Grabes von Walter Nowotny’ unter tatkräftiger Mithilfe zahlreicher FPÖ-Politiker. Der hält ab sofort nicht mehr nur seine Gedenkfeiern ab, sondern übernimmt ab 1. Juli auch die Pflege des Grabes von Walter Nowotny.

Verlegung abgewendet

Damit ist die vom Innenministerium durchgeführte Prüfung der Verlegung hinfällig. Denn: Nach der Aberkennung des Ehrenstatus gilt dieses Grab als Soldatengrab und muss daher von selbigem gepflegt werden. Das ist nicht ungewöhnlich; es gibt Hunderte solcher Gräber in Österreich. Der Steuerzahler kommt trotz der Übernahme durch den Verein nicht drumherum, dafür zu bezahlen: Das Innenministerium vergütet dem Verein zur Pflege des Grabes von Walter Nowotny seine Aufwendungen.

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