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Walter Mayer wird nicht akkreditiert

"Walter Mayer wird nicht mehr vom ÖOC akkreditiert, seine Anwesenheit in China ist unerwünscht", sagte ÖOC-Präsident Leo Wallner.

Das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) hat am Sonntagabend in seiner Vorstandssitzung aufgrund der Ereignisse bei den Winterspielen 2006 in Turin beschlossen, für China keinen Antrag eines Fachverbandes auf ein Außenquartier zu genehmigen. Außerdem wurde eine Deklaration zu Walter Mayer verfasst, dem Lebensgefährten der steirischen Marathonläuferin Eva Maria Gradwohl. Er wird nicht mehr akkreditiert, seine Anwesenheit sei unerwünscht.

Das ÖOC hatte bereits am 29. Mai 2007 beschlossen, den in mehrere Doping-Affären verwickelten Ex-Langlauf- und Biathlon-Trainer Mayer nicht mehr für Olympische Spiele zu akkreditieren und dieses Vorhaben nochmals deutlich bekräftigt. “Wir haben aus den Medien erfahren, dass es eine Verbindung zwischen Gradwohl und Mayer gibt”, erklärte Wallner, der meinte, dass man Mayer die Reise nach China natürlich nicht verbieten könne. “Wir haben keinen Einfluss darauf, wen China einreisen lässt und was die chinesische Regierung macht.”

Eine Akkreditierung ist gleichzeitig auch ein Visum für das Land der aufgehenden Sonne. Mayer müsste sich wie jeder Reisende ans Konsulat in Wien wenden, will er nach China fahren. Sollte er dies tun, wird sich das ÖOC überlegen, wie es handelt, denn den Kontakt mit ihrem Partner könne man der Athletin Gradwohl nicht verbieten. “Alles, was über den persönlichen Kontakt hinausgeht, ist unerwünscht”, meinte der ÖOC-Sommersportausschuss-Vorsitzende Theodor Zeh. Im Fall des Falles werde man sich den “Tatbestand” (Wallner) ansehen und dann entscheiden, wie man vorgeht.

Ein brisantes Kapital war auch das Thema Außenquartiere, in solchen haben bei den Italien-Spielen folgenschwere Razzien stattgefunden. “Die Dopingkontrollen in China werden wesentlich strenger sein. Und wir können nicht ausschließen, dass Österreich eine besondere Kontrolle erfährt. Außenquartiere sind für uns schwer überprüfbar. Wir haben mit Teamarzt und Vertrauensmediziner Dr. Alfred Engel geredet, ob Außenquartiere möglich sind, er bezweifelt, dass echte Kontrollen möglich sind”, erklärte Wallner.

Also wurden entsprechende Ansuchen des Triathlon- und Pferdsportverbandes nicht bewilligt. Alle ÖOC-Sportler wohnen in den Olympischen Dörfern in Peking, Hongkong und Qingdao. “Ich glaube, dass wir damit ein Zeichen setzen”, meinte Wallner abschließend. Das Internationale Olympische Komitee wird es wohlwollend zur Kenntnis nehmen.

Beschlossen wurde auch, dass beim Einmarsch der Nationen im Rahmen der Eröffnungsfeier zuerst die rot-weiß-roten Sportler und dann die Funktionäre gehen. Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall.

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