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"Wahlbuch" schildert Skandale um NR-Wahl 2019

Die "Wahl der Skandale", die Nationalratswahl 2019, wird im "Wahlbuch 2019" geschildert.
Die "Wahl der Skandale", die Nationalratswahl 2019, wird im "Wahlbuch 2019" geschildert. ©AP (Sujet)
Eine "Wahl der Skandale" erlebte Österreich heuer, ausgelöst durch das Ibiza-Video, das die türkis-blaue Harmonie nach nur zwei Jahren jäh beendete. Im nun neu erschienenen "Wahlbuch" schildern Akteure und Beobachter ihre Sicht der Dinge. Der Wahlkampf war "paranoid, geprägt von Skandalen, Verdächtigungen und negativen Emotionen", befindet etwa Politikberater Thomas Hofer in dem mit Journalistin Barbara Toth herausgegebenen Buch.

"Wahl 2019 - Strategien, Schnitzel, Skandale" haben Hofer und Toth ihr Buch betitelt, das sie Dienstagabend im Parlament präsentieren. Wie die Parteien mit der überraschenden Neuwahl umgingen und welche Strategien sie verfolgten, erzählen die Wahlkampfmanager. Hofer verrät, dass sich die ÖVP ernsthaft mit dem Szenario eines SPÖ-Spitzenkandidaten Gerhard Zeiler anstelle Pamela Rendi-Wagners befasste - weil mit ihm die SPÖ aus Sicht der Volkspartei die Chance gehabt hätte, in ein Kanzlerrennen einzusteigen.

"Wahlbuch 2019" - Es bleibt ein "schaler Nachgeschmack"

Nüchtern fällt Hofers Fazit aus: "Was insgesamt von diesem Nationalratswahlkampf bleibt, ist ein schaler Nachgeschmack. Auf dem Weg zur Emokratie agieren politische Spitzenvertreter immer weniger, sie reagieren nur auf vorhandene Stimmungen. ... Die Politik nimmt die emotionalen Wellen, wie sie kommen. Was zählt, ist nicht unbedingt die Wahrheit, sondern die Wahrnehmung."

Um Gegner unter Druck zu setzen, werden "mehr oder minder relevante Informationen über die Bande an die Öffentlichkeit gespielt", beschreibt Hofer eine zunehmend angewandte Methode der Wahlkämpfer. Geprägt war die Wahlwerbung nicht nur durch zahllose TV-Debatten, sondern auch mittlerweile ausgefeilte Strategien für die digitale Kommunikation über die sozialen Medien.

Eine Schattenseite des "digitalen Wahlkampfes" sind "Leaks und Hacks" - siehe den Hackerangriff auf die ÖVP. Für Parteien heißt das, "dass Themen wie IT-Sicherheit, Deep Fakes und digitale Wahlkampfbeeinflussung noch wichtiger werden und ohne Krisen-PR ohnehin nichts geht", konstatiert Toth. Und für die recherchierenden Journalisten stelle sich "die Herausforderung zu berichten, ohne in die politische Arena hineingezogen zu werden".

>> Alles zur Nationalratswahl 2019

(APA/Red.)

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