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Wacker klammert sich an Strohhalm

Ein Sieg gegen Mattersburg scheint für Wacker Innsbruck Pflicht, um die kleine Chance auf den Klassenerhalt am Leben zu erhalten.

Drei Punkte fehlen den Innsbruckern auf den Vorletzten Kärnten, der die SV Ried empfängt. “Ich bin aber überzeugt, dass es in der letzten Runde ein Endspiel gegen die Austria geben wird”, gab sich Wacker-Sportdirektor Helmut Kraft kämpferisch.

Die Innsbrucker müssen in ihrem nächsten “Schicksalsspiel” allerdings eine halbe Mannschaft vorgeben. Neben dem gesperrten Dennis Mimm sowie den Langzeitverletzten Andreas Hölzl und Olushola Aganun fehlen auch Kapitän Matthias Hattenberger und Flügelspieler Marcel Schreter jeweils wegen Wadenblessuren. Verteidiger Michael Madl rückt daher ins Mittelfeld, der zuletzt glücklose Ungar Peter Orosz dürfte im Sturm beginnen.

“Die Mannschaft war nach dem Sturm-Spiel (0:2) angeschlagen, aber wir haben gut trainiert. Wir werden 100 Prozent Einsatz zeigen”, versprach Kraft, der auch auf seinen Ex-Club Ried hofft. “Die Rieder werden sich in Kärnten nicht hängen lassen.” Die Bilanz gegen Mattersburg spricht nicht für Innsbruck. Der bisher letzte Sieg war am 9. September 2006 (2:1) gelungen. Seither sind die Tiroler in sechs Spielen gegen die Burgenländer sieglos.

Mattersburg ist selbst seit dem 25. August (2:0 beim LASK) oder 13 Spielen auswärts ohne Sieg. “Aber Innsbruck steht mit dem Rücken zur Wand. Das spielt uns vielleicht in die Karten”, meinte Trainer Franz Lederer. “Wir müssen nicht so viel für das Spiel machen, sondern gut stehen und unsere Chancen nützen.” Im Mittelfeld kehrt Kapitän Dietmar Kühbauer statt des gesperrten Michael Mörz ins Team zurück. Markus Schmidt fehlt wegen seines beim Heimsieg gegen Salzburg (3:2) erlittenen Nasenbeinbruchs.

In Innsbruck muss man sich unterdessen auch mit der drohenden Zweitklassigkeit beschäftigen. Sechs Spieler verfügen über eine Ausstiegsklausel und wären im Fall des Abstiegs kostenlos frei. Dazu erwartet Kraft eine Grundsatzentscheidung, ob es in Zukunft einen Sportdirektor und einen Trainer geben wird. Derzeit bekleidet der Tiroler die Funktion in Personalunion. “Das kann so aber nicht weitergehen”, betonte Kraft.

Hauptproblem sei neben der Doppelbelastung der Umgang mit den Spielern. Als Trainer den “good cop” und als Sportdirektor den “bad cop” zu spielen, sei unglaubwürdig, erklärte Kraft, der im Oktober eigentlich als Sportdirektor in seine Heimat geholt worden war. Wacker-Obmann Gerhard Stocker will sich in Zukunft für eine Zweier-Lösung stark machen. Im Clubvorstand regt sich dagegen aber aufgrund der finanziellen Belastung Widerstand.

FC Wacker Innsbruck – SV Mattersburg
Tivoli neu, 15.30 Uhr, SR Grobelnik
Bisherige Saisonergebnisse: 2:2 (h), 1:3 (a), 1:2 (a)

Wacker: Pavlovic – Knabel, Feldhofer, Schrott, Windisch – Lindström, Madl, Kolousek, Mader, Martin Dollinger – Orosz Ersatz: Grünwald – Seelaus, Samwald, Idrizaj, Clottey, Arthur, Perstaller
Es fehlen: Mimm (gesperrt), Hattenberger (Muskelverhärtung in der Wade), Schreter (Bluterguss in der Wade), Hölzl (Bänderriss im Knöchel), Aganun (Muskelbündelriss), Grüner (krank)

Mattersburg: Almer – Mravac, Sedloski, Pöllhuber – Atan, Csizmadia, Kühbauer, Kovrig, Fuchs – Naumoski, Jancker Ersatz: Borenitsch – Pauschenwein, Doleschal, Th. Wagner, Bürger, Lindner, Malic
Es fehlen: Mörz (gesperrt), Schmidt (Nasenbeinbruch), Mansberger, Kauten (beide verletzt)

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