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Wacker ist wieder dran

Der FC Wacker Innsbruck hat am Samstag die Chance auf den Klassenerhalt in der österreichischen Fußball-Bundesliga gewahrt.

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Die Tiroler feierten gegen die SV Ried vor 5.800 Zuschauern im Tivoli-Stadion einen 1:0-(0:0)-Heimsieg und verkürzten damit den Abstand auf den Tabellenneunten SK Austria Kärnten auf drei Punkte. Olushola Aganun erlöste die Elf von Helmut Kraft, für die damit eine Serie von zuletzt acht Spielen ohne Sieg zu Ende ging, in der 60. Minute.

Die ohne den gesperrten Regisseur Drechsel angetretenen Rieder sind nun schon seit sechs Runden und in der Fremde gar schon seit zwölf Partien (1 Remis/11 Niederlagen/Torverhältnis: 5:32) sieglos und verabsäumten es, das Abstiegsgespenst endgültig zu verbannen. Ried (36 Punkte) liegt drei Runden vor Schluss vor Altach (35) und Kärnten (32) auf Rang sieben. Den Tirolern gelang damit zum ersten Mal im vierten direkten Saisonduell (0:1,0:0,0:0) ein Tor und die Revanche für die Heimniederlage am 2. September 2007.

Innsbruck-Coach Helmut Kraft setzte zwar auf ein 4-3-3-System mit der Dreier-Spitze Aganun, Kolousek und Idrizaj, von der offensiven Ausrichtung war am Feld aber nur wenig zu sehen. Die Tiroler, denen man die Nervosität deutlich anmerkte, waren zwar optisch überlegen, erarbeiteten sich vor der Pause aber nur zwei richtige Torchancen. Nach einem herrlichen Heber von Kolousek über die Gäste-Abwehr konnte sich der aufgerückte vor Ried-Goalie Berger völlig frei stehende Mimm den Ball nicht richtig annehmen und das runde Leder kullerte um Zentimeter am langen Eck vorbei (23.).

In der 31. Minute hätte Berger fast den heranfliegenden Hattenberger übersehen, der Ried-Schlussmann konnte dessen Kopfball aber doch noch über die Latte drehen. Den Riedern, die von Beginn an nur auf eine gesicherte Defensive setzten, war deutlich anzumerken, dass sie mit einem Remis zufrieden wären. Nur Hackmair sorgte mit einem Schuss, an dem Innsbruck-Keeper Pavlovic noch mit der Hand dran war, für Gefahr (20.).

Nach dem Seitenwechsel kamen die Innsbrucker mit mehr Elan aus der Kabine. Nach einem Kolousek-Zuspiel schoss Liverpool-Leihgabe Besian Idrizaj ins Außennetz (51.). Das war auch die letzte Aktion des Jungstürmers, der zum ersten Mal nach überstandener Erkrankung von Beginn an spielte, dabei allerdings ein Totalausfall (zweikampfschwach und ungefährlich) war.

Kraft bewies mit dem Eintausch von Martin Dollinger (58.) ein “Goldenes Händchen”. Der U20-ÖFB-Teamspieler legte mit seiner ersten Ballberührung auf Aganun auf, der von der Strafraumgrenze fast aus dem Stand genau in die Kreuzecke traf (60.). Für den Nigerianer, der anschließend mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss ausschied, war es erst der zweite Saisontreffer.

In der Schlussphase drängten die Rieder nochmals auf den Ausgleich, im Konter hätten die Innsbrucker aber mehrmals das 2:0 machen müssen. Der eingewechselte Orosz schoss aus sieben Metern kläglich weit neben das Tor (82.), zwei Minuten später spielte er für Lindström auf, anstelle selbst den Abschluss zu suchen (84.).

Die beste, fast unfassbare Chance ließ die Kraft-Elf schließlich in der 94. Minute aus. Nach einem Konter kam Orosz am Mittelkreis an den Ball, schoss allerdings nicht ins leere Tor. Der Ball kam in einem Angriff von vier Innsbruckern gegen einen Ried-Verteidiger (das Innviertler Tor war nach einem Berger-Ausflug verwaist) über Mimm zu Lindström, danach zu Kolousek und dann wieder zu Lindström, der den Ball zwar im Tor unterbrachte, wegen einer Abseitsstellung aber schließlich doch nicht jubeln durfte.

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