VS Altenstadt nimmt PFZ unter ihre Fittiche

Die Volksschule Altenstadt wird nicht nur saniert, sondern auch die neue Heimat für die ersten sechs Stufen des PFZ.
Die Volksschule Altenstadt wird nicht nur saniert, sondern auch die neue Heimat für die ersten sechs Stufen des PFZ. ©Emir T. Uysal
Stadtvertretung beschließt Generalsanierung und Erweiterung.


Feldkirch Darüber gesprochen wird schon lange, jetzt ist ganz offiziell der Beschluss gefallen: die Volksschule Altenstadt wird generalsaniert und erweitert. Teile des Pädagogischen Förderzentrums (PFZ) sollen in die Schule eingebunden werden. Die VN berichtete. Am Dienstagabend beschlossen die Stadtvertreter das einstimmig. Hintergrund des Beschlusses sind die beengte räumliche Situation in Altenstadt und die Idee eines tragfähigen Inklusionskonzepts. Ein gemeinsamer Schulstandort und ein entsprechendes pädagogisches Konzept bilden die Grundlage für die Ausarbeitung eines Raum- und Funktionsplans. Die Fraktionen in der Stadtvertretung waren sich in der Sache einig. „Hier werden Geldmittel der Stadt für ein sinnvolles Projekt eingesetzt“, erklärte etwa Brigitte Baschny (SP) gegenüber den VN. Auch die Neos stimmten für das „längst überfällige Schulprojekt“.

Differenzierter sahen es Feldkirch blüht und die FPÖ. FP-Stadtrat Thomas Spalt bezeichnete die Sanierung als „wichtigen Schritt zur weiteren Verbesserung der Schulinfrastruktur“. Die Freiheitlichen seien sich aber nicht sicher, ob der „besondere Förderbedarf der Kinder“ aus dem PFZ im Regelunterrricht erfüllt werden könne. Es sollen, so der Wunsch der Freiheitlichen, Vorkehrungen getroffen werden, die eine Trennung von PFZ und VS in wieder ermöglichen würden.

Stadträtin Marlene Thalhammer von den Grünen hatte im Vorfeld angemerkt, dass schwerstbehinderte Kinder gegebenfalls auch länger (als bis zur 6. Stufe) in Altenstadt bleiben können sollen. Das unterstrich auch Vizebürgermeisterin Barbara Schöbi-Fink in ihrer Präsentation. Das werde in die weitergehenden Planungen aufgenommen.

Gespräche mit weiteren Schulen

Die Direktoren und Pädagogen der beiden Schulen, die Vertreter der Schulaufsicht sowie Mitarbeiter und politische Vertreter der Stadt Feldkirch haben gemeinsam mit Eltern und Experten pädagogische Anforderungen an eine gemeinsame Bauplanung erarbeitet. Auf dieser Grundlage soll nun in Altenstadt eine Schule entstehen, in der die Volksschule mit insgesamt zwölf Klassen und ein Großteil der Kinder des PFZ möglichst altersgerecht unterrichtet werden. Darüber hinaus sollen Gespräche mit den Mittelschulen und der Polytechnischen Schule geführt werden. Dort sollen die älteren Kinder des PFZ in Zukunft unterrichtet werden.

Konkrete Maßnahmen

Mittels Clustersystem soll ein Bau entstehen, der mit einem Höchstmaß an Flexibilität den Anforderungen moderner Pädagogik entspricht. Gleichzeitig wird auch die Entwicklung hin zu ganztägigen Schulformen mitberücksichtigt. Die Einbindung der öffentlichen Bibliothek, der Musikschule sowie der Ortsvereine ist ebenfalls Teil der Planungen. Dazu Schöbi-Fink: „Die gemeinsame Arbeit aller Beteiligten an diesem zukunftsfähigen Konzept hat die Weichen für die nun anstehenden Planungen gestellt. Mit dem Grundsatzbeschluss ist der Weg frei für dieses große und innovative Schulprojekt.“ Grundsätzlich wird neben funktionalen und ästhetischen Aspekten auch großer Wert auf Nachhaltigkeit und die Einbindung von moderner Technik gelegt.

Auf Basis des pädagogischen Konzepts wurde ein Rohentwurf für ein Raum- und Funktionsprogramm erstellt. Daraus resultiert eine Gesamtnettonutzfläche von zirka 6600 Quadratmetern. Dieses Programm wird in den nächsten Wochen weiterentwickelt und finalisiert. Bis zum Juni 2018 erfolgen Ausschreibung und Vergabe der Planungsleistungen, bis Ende 2019 sollen Planungs- und Bewilligungsphase sowie Ausschreibung der Gewerke abgeschlossen sein. Gebaut wird voraussichtlich von Ende 2019 bis Ende 2021. Die Errichtungskosten sollen etwa zwischen 15 und 17 Millionen Euro netto liegen. VN-gms

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