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Vorarlberger Reisebranche im Umbruch

Bregenz - Die Vorarlberger Reisebranche ist derzeit stark in Bewegung. Der österreichische Tourismuskonzern "Verkehrsbüro Ruefa Reisen" schloss im August ein Büro.

Der Veranstalter „Loacker Tours“ sperrte die Filiale Dornbirn zum Jahreswechsel zu, die Filiale in Feldkirch wurde per Ende August geschlossen. Ebenfalls zugesperrt wurde ein Büro der AUA in Bregenz. Zudem übernahm „High Life Reisen“ die zur Billig-Airline „Intersky“ gehörende „Seewald Touristik“.

Wolfgang Juri, Fachgruppengeschäftsführer in der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV), machte für die Veränderungen neben den vermehrten Internetbuchungen auch die hohen Personalkosten verantwortlich. „Es gibt viele Anbieter, und der Kuchen ist nicht größer geworden“, so Juri zur Situation der Branche. Daher bestehe auch die Tendenz zur Konzentration. Mehr Umsatz bedeute mehr Prozente bei den Veranstaltern und günstigere Werbung. Die Umsätze der Branche befänden sich generell im Steigen. „Aber die Deckungsbeiträge sinken, das ist das größere Problem“, meinte Juri. Das bestätigte auch Heinz Loacker von „Loacker Tours“ in Koblach (Bezirk Feldkirch).

Dieser Trend wird sich nach Juris Ansicht in den kommenden Jahren noch weiter verstärken. Weitere Filial-Schließungen sind für den Fachgruppengeschäftsführer daher „vorstellbar“. Die Bedeutung des klassischen Reisebüros mit seiner großen Bandbreite werde weiter abnehmen, vermutete Juri. Loacker, zugleich Obmann der Fachgruppe Reisebüros WKV, dagegen sah die Zukunft etwas optimistischer: „Wir sind an einem Punkt, wo wir die größten Probleme aufgefangen haben.“

„Früher war es sinnvoll, in jeder Stadt ein Büro zu haben. Heute ist der Kunde viel flexibler, er fährt auch in den nächsten Ort“, erklärte Loacker. Zur Situation im eigenen Unternehmen sagte Loacker, man habe die Kunden über die Schließungen informiert und diese gebeten, sich an die Filialen in Götzis (Bezirk Feldkirch) und Bregenz zu wenden. Mit den Umsätzen der verbliebenen Geschäftsstellen sei er nun „sehr zufrieden“.

Auf Konzentration setzt man auch bei Verkehrsbüro. In den Evaluierungen habe sich bei der Filiale in Lustenau herausgestellt, dass sich auf längere Sicht kein Geld verdienen lasse, erklärte Touristik-Vorstand Martin Bachlechner. Man habe entschieden, sich in Vorarlberg auf die Städte Bregenz, Dornbirn und Bludenz zu konzentrieren. In größeren Einheiten könne man mehr Kompetenz in den Filialen sammeln. Mit vermehrten Internet-Buchungen wollte Bachlechner die Schließung nicht in Zusammenhang gebracht sehen. Das Internet sei zwar wichtig zur Information, aber hinsichtlich Buchungen „keine Konkurrenz“, versicherte er.

„Das Internet nimmt viele Buchungen weg, das muss man zugeben“, erklärte dagegen Heinz Loacker. Zudem fehlten wegen der gestrichenen Provisionen der Fluggesellschaften die Umsätze. Bei Reiseangeboten großer Lebensmitteldiskont-Ketten könne man preislich zwar durchaus mithalten, „aber uns stehen diese Werbemittel nicht zur Verfügung“, so der Reiseveranstalter. Bei Loacker setze man daher neben gut geschulten Mitarbeitern auch auf den eigenen Internet-Auftritt. Das Internet-Angebot solle in Zukunft noch weiter ausgebaut werden.

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