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Vorarlberger glauben nicht mehr an leistbares Wohnen

Die Vorarlberger glauben nicht mehr an leistbares Wohnen.
Die Vorarlberger glauben nicht mehr an leistbares Wohnen. ©VN / Sparkasse Dornbirn
Mehr als zwei Drittel der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger sind überzeugt, dass Wohnen heutzutage nicht mehr leistbar ist. Das ist das Ergebnis einer Wohnstudie, die von Erste Bank und Sparkassen beauftragt wurde. Nur in Wien soll mehr Geld vom verfügbaren Einkommen fürs Wohnen ausgegeben werden als in Vorarlberg: Durchschnittlich 20 Prozent.
Immobilien in Vorarlberg

Steigende Immobilienpreise, eine schnell wachsende Bevölkerung und ein unterdurchschnittlich ausgeprägter gemeinnütziger Wohnbausektor machen Wohnen im Ländle zu einer teuren Angelegenheit, so die jüngste INTEGRAL-Studie im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen.

Hoher Mietpreis in Vorarlberg

In einem durchschnittlichen Vorarlberger Haushalt leben 2,32 Personen auf 99,4 m². Rund 58 Prozent der Hauptsitzwohnungen im Ländle sind Eigentumswohnungen oder -häuser. Durchschnittlich verdienen Herr und Frau Vorarlberger 23.102 Euro netto pro Jahr. Mit 9 Euro pro Quadratmeter liegt der Vorarlberger Mietpreis inklusive Betriebskosten nur knapp unter dem von Österreich-Spitzenreiter Salzburg (9,30 EUR/m²). Ähnlich präsentiert sich die Lage beim Wohneigentum. Für den Kauf einer Eigentumswohnung muss man in Vorarlberg mit durchschnittlich 3.846 Euro pro Quadratmeter rechnen. In Ballungszentren wie Dornbirn kostet der Quadratmeter zum Teil sogar mehr als 5.000 Euro.

Wohnstudie 2019 (Sparkasse)

Hochpreisland Vorarlberg

Diese Preise sind weit davon entfernt von dem, was man im Ländle als „erschwinglich“ empfindet. So ergab die Studie, dass ein durchschnittlicher Mietpreis von 6,30 Euro pro Quadratmetern als leistbar erachtet würde. Während die Befragten mit Maturaabschluss sich immerhin 7,50 Euro pro Quadratmeter vorstellen könnten, liegt die Schmerzgrenze bei 1-Personen-Haushalten bzw. Haushalten mit Kindern sogar nur bei 5,50 Euro. Der Unterschied zwischen der maximal vorstellbaren Mietpreisobergrenze und tatsächlichen Mieten ist in keinem österreichischen Bundesland so groß wie im Ländle. Es darf deshalb auch nicht wundern, dass 91 Prozent der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger den Eindruck haben, dass die Mieten stärker als ihr Einkommen wachsen.

Wohnstudie 2019 (Sparkasse)

Ein Fünftel des Einkommens

Durchschnittlich 20 Prozent des verfügbaren Einkommens gibt man in Vorarlberg fürs Wohnen aus. Nur in der Bundeshauptstadt muss man noch mehr dafür berappen (25 %). Der Blick nach Europa zeigt, dass man hierzulande damit nur in der Preis-Oberliga spielt. Zwar muss man in Malta (7,8 %), Estland (14,2 %) und Italien (16,2 %) im Verhältnis deutlich weniger fürs Wohnen ausgeben. Im benachbarten Deutschland liegt die Quote schon bei 26,3 Prozent des verfügbaren Einkommens, in Griechenland gar bei 40,9 Prozent.

Wohnstudie 2019 (Sparkasse)

Viel Optimismus würden die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger auch nicht zeigen, wenn es darum geht, wie sie die Leistbarkeit von Wohnen im Jahr 2030 einschätzen: Nur ein Prozent sei der Überzeugung, dass Wohnen gut leistbar sein wird. 83 Prozent würden hingegen erwarten, dass die Wohnkosten in Zukunft einen viel zu hohen Teil ihres Einkommens verschlingen werden.

Wohnstudie 2019 - (Sparkasse)

„Zum einen wächst in Vorarlberg die Nachfrage nach Wohnraum durch einen überdurchschnittlich hohen Bevölkerungszuwachs – bedingt vor allem durch Zuzug aus Europa. Gleichzeitig steigen die Ansprüche der Wohnraumsuchenden hinsichtlich Quantität und Qualität stark. Außerdem gewinnt Betongold als Anlageobjekt immer mehr an Attraktivität. Zum anderen nimmt die Verfügbarkeit von Baugrund vor allem in den Ballungszentren ab. Grundstücke kommen häufig erst gar nicht in den Verkauf, sondern werden gleich in der Familie weitergegeben. Nicht selten steht Wohnraum aus Angst vor möglichen Komplikationen beim Vermieten leer“, berichtet Werner Böhler, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen.

(Red.)

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