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Vorarlberger Apotheker sehen Online-Handel kritisch

Präsident der Vorarlberger Apothekerkammer, Jürgen Rehak
Präsident der Vorarlberger Apothekerkammer, Jürgen Rehak ©Stiplovsek
Seit Donnerstag ist der Versandhandel mit rezeptfreien Arzneimitteln in Österreich erlaubt. Der Präsident der Vorarlberger Apothekerkammer, Jürgen Rehak, sieht diese Entwicklung kritisch.
Start für Arzneimittel-Versandhandel

Schon bisher konnten Konsumenten rezeptfreie Medikamente in der EU legal online bestellen. Ab 25. Juni dürfen auch österreichische Apotheken unter streng regulierten Bedingungen im Internet anbieten. Der Präsident der Vorarlberger Apothekerkammer, Jürgen Rehak, sieht diese Entwicklung kritisch: „Arzneimittel in der Gegend herum schicken macht meiner Meinung nach wenig Sinn.“

Rehak befürchtet, dass der Online-Handel zu einem leichtfertigeren Umgang mit Arzneimitteln führt. „Medikamente sind besondere Produkte. Die richtige Anwendung erhöht den Nutzen und reduziert mögliche negative Effekte.“, schildert Rehak. „Auch rezeptfreie Medikamente haben Nebenwirkungen.“ Profunde Beratung vor Ort sei da besonders wichtig. „Die Apotheken sind behilflich, wenn die Menschen kleinere Probleme selbst in die Hand nehmen“, so der Präsident der Vorarlberger Apothekerkammer.

Aufklärungskampagne mit Gesundheitsministerium

Rezeptpflichtige Medikamente dürfen auch künftig ausschließlich und nur gegen Rezept in niedergelassenen Apotheken abgegeben werden. Versand von rezeptpflichtigen Arzneimitteln ist ein dringender Hinweis auf Illegalität. Davor warnt die Apothekerkammer: Im vergangenen Jahr überprüfte die Arzneimittel-Aufsicht 4000 Postsendungen mit Medikamenten. Dabei kam heraus, dass 95 Prozent gefälscht waren.

Die Österreichische Apothekerkammer, die Polizei und das Gesundheitsministerium starteten im Juni deshalb die Aufklärungskampagne auf-der-sicheren-seite.at. Sie soll der Bevölkerung die Gefahren des Kaufs von rezeptpflichtigen Medikamenten im Internet nochmals verdeutlichen.

„Dass rezeptfreie Medikamente nun auch in österreichischen Online-Apotheken bestellt werden können, verbessert diese Situation“, sagt der Präsident der Vorarlberger Apothekerkammer. Er ist jedoch überzeugt: „Die bestmögliche Versorgung bieten auch in Zukunft die niedergelassenen Apotheken.“

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