Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Vorarlberg: Pfanner will in Lauterach 20 Millionen Euro investieren

Pfanner will am Stammsitz in Lauterach weiterhin kräftig investieren
Pfanner will am Stammsitz in Lauterach weiterhin kräftig investieren ©Lisa Mathis
Lauterach - In den kommenden fünf Jahren sollen allein in Lauterach rund 20 Millionen Euro in Ersatz- und Sanierungsinvestitionen fließen. Für 2018 wird ein zweistelliges Umsatzplus erwartet. Alle vier Vorstandsmandate wurden verlängert

Gerade erst im Vorjahr hat der Fruchtsaft- und Eisteehersteller Pfanner ein drei Jahre langes und 50 Millionen Euro schweres Investitionsprogramm an seinen Standorten abgeschlossen. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung hat sich das Unternehmen jetzt aber erneut mit der Frage auseinandergesetzt, wo weitere Investitionen notwendig wären, um das Wachstum von Pfanner abzusichern. “Für uns ist es eine große Herausforderung festzustellen, wie nachhaltig ein solches Wachstum wirklich ist. Denn derzeit wachsen wir über dem Marktdurchschnitt”, so Peter Pfanner, Vorstand der Pfanner Holding AG, im Gespräch mit der Wirtschaftspresseagentur.com. Vor diesem Hintergrund habe man die fünf Produktionsstandorte in Lauterach, Enns (OÖ), Hamburg (D), Policoro (I) und Bar (Ukraine) einer Evaluierung hinsichtlich weiterer möglicher Investitionen unterzogen.

20 Millionen Euro für Lauterach

Auch wenn dieser Prozess teilweise noch laufe, so sei bereits der nächste 5-Jahres-Investitionsplan auf Schiene gebracht worden, so Pfanner. Allein für den Standort Lauterach bringe dies ein Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Euro mit sich. “Die Bedarfserhebung hat ergeben, dass dieses Geld insbesondere für Ersatzinvestitionen und Sanierungsmaßnahmen verwendet werden wird. Denn gerade Teile der Gebäude sind bereits mehrere Jahrzehnte alt und entsprechen nicht mehr unseren Vorstellungen einer modernen Infrastruktur.” Im Zuge dessen sollen auch Teile der Produktion weiter modernisiert werden. Pfanner rechnet mit dem Beginn dieser schrittweisen Investitionen am Stammsitz im Laufe des Jahres 2019. Ähnliche Investitionsabsichten gebe es im Übrigen etwa auch für den Standort in Oberösterreich.

Heuer zweistelliges Umsatzplus

Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet Peter Pfanner ein zweistelliges Umsatzwachstum von mindestens zehn Prozent auf eine Größenordnung von etwa 290 Millionen Euro. Zwei Drittel dieses Zuwachses würden aus einer organischen Geschäftsentwicklung stammen, ein Drittel aus Preiserhöhungen. Vor allem in Deutschland und Skandinavien habe man heuer eine starke Entwicklung verzeichnet. “Dafür war mit Sicherheit maßgeblich das Wetter verantwortlich, das in Europa zweigeteilt war. Während es in Mittel- und Nordeuropa trocken und warm war, gab es in Süd- und Südosteuropa viel Regen. Das merken wir unmittelbar bei unseren Absätzen.”

Dass Pfanner von den Kapazitäten her überhaupt zweistellig wachsen könne, sei den Investitionen aus dem abgeschlossenen Investitionsplan zu verdanken. Allerdings hätte Pfanner noch stärker zulegen können, würde er nicht wie viele andere Unternehmen auch von einem permanenten Fachkräftemangel geplagt werden. “Das war für uns sicherlich der Bremser.”

Rund 900 Mitarbeiter in der Gruppe

Das Familienunternehmen produziert insbesondere Fruchtsäfte, Nektare und Eistee sowie diverse Fruchtsaft- und Beerenkonzentrate. Dazu kommen Weine und Brände. Der Exportanteil beläuft sich auf über 80 Prozent. Die Hauptmärkte sind dabei Deutschland, Italien und Tschechien. Gerade beim nördlichen Nachbarn ist Pfanner nach eigener Darstellung Marktführer bei Eistee. Zur Firmengruppe gehören zwölf Tochterunternehmen in Europa. Aktuell werden insgesamt an die 900 Mitarbeiter beschäftigt, davon rund 430 in Österreich. Der vierköpfige Vorstand der Pfanner Holding AG besteht seit 1999 aus Peter und Hermann Pfanner sowie Manfred Boch und Hans Lanzinger. Der Aufsichtsrat hat deren Mandate in seiner Sitzung Ende September 2018 erneut verlängert.

Langjähriger Partner von Fairtrade

Pfanner ist seit rund 20 Jahren Partner von Fairtrade. “In dieser Zeit haben wir rund 150 Millionen Liter Fairtrade-Produkte verkauft. Wir sind der weltweit größte Fairtrade-Fruchtsaftabfüller”, so Peter Pfanner. Nicht zuletzt vermutlich auch aus diesem Grund habe das Unternehmen vor wenigen Wochen den Fairtrade Award von Fairtrade Österreich in der Kategorie ‘Hersteller’ erhalten.

(Quelle: Wirtschaftspresseagentur/gübi)

  • VIENNA.AT
  • Wirtschaft Vorarlberg
  • Vorarlberg: Pfanner will in Lauterach 20 Millionen Euro investieren
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen