Vom Wiener Dusika-Stadion ist nur das Gerippe über

Das Dusika-Stadion in Wien-Leopoldstadt ist bald Geschichte. Nachdem das Dach abgetragen wurde, steht nur mehr das Gerippe. Der Baubeginn für die neue Arena ist im Juni 2022 geplant.
Das Dusika-Stadion in Wien-Leopoldstadt ist bald Geschichte. Nachdem das Dach abgetragen wurde, steht nur mehr das Gerippe. Der Baubeginn für die neue Arena ist im Juni 2022 geplant. ©APA/MA 51 – SPORT WIEN
Vom Dusika-Stadion in Wien-Leopoldstadt ist nur noch das Gerippe über, nachdem das Dach abgetragen wurde. Bald ist das Stadion Geschichte.
Dusika-Stadion muss weichen
Tausende Dusika-Stadion-Stühle zu haben

Bis Ende 2023 soll am Handelskai dann um rund 50 Millionen Euro die multifunktionale "Sport Arena Wien" entstehen. Wien. Der Baubeginn für die neue Arena ist im Juni 2022 geplant. Diese soll in gestapelter Bauweise drei unabhängig voneinander nutz- und bespielbare Hallen bieten. Die große Ballsporthalle als zentrales Element wird mit flexiblen Tribünen über Platz für bis zu 3.000 Besucher verfügen. Die zwei anderen Hauptteile sind eine Halle für Kunstturnen und quasi als Dachkonstruktion in Leichtbauweise eine Leichtathletikhalle mit 200-m-Bahn, die auch für kleinere nationale Bewerbe genutzt werden können.

Vom Wiener Dusika-Stadion ist nur das Gerippe über

Eine Radbahn findet hingegen in der nach dem Radrennfahrer Ferry Dusika benannten Arena keinen Platz mehr. Die Stadt hatte hier auf die in diesem Zusammenhang sehr geringe Nutzung der Radbahn verwiesen. Der aus drei horizontalen Schichten zusammengesetzte Gebäudekomplex wird ein Ausmaß von 110 x 80 x 24 Metern haben. Die Gesamtgeschoßfläche beträgt 23.000 Quadratmeter. Die versiegelte Grundfläche verringert sich im Vergleich zum Dusika-Oval von 13.000 auf 9.000 Quadratmeter. Die sportlich nutzbaren Flächen erhöhen sich hingegen von 3.500 auf über 13.000 Quadratmeter.

Dusika war NSDAP-Mitglied und Profiteur der "Arisierung"

Wie das Gebäude künftig heißen wird, ist noch offen. Vorerst firmiert das Objekt unter Sport Arena. Entschieden wurde aber bereits, dass die Halle nicht mehr den Namen Dusikas tragen wird. Das hat ein Sprecher von Sportstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Donnerstag der APA mitgeteilt. Dusika war NSDAP-Mitglied und Profiteur der "Arisierung" eines Fahrradgeschäftes. Bei einem Weg, der seinen Namen trägt, wurde dies bereits via Zusatztafel erläutert.

Am Wienerberg wurde unterdessen ein Ausweichquartier für den Leichtathletiksport geschaffen. Die dortige Sporthalle wurde entsprechend adaptiert. Sie steht zur Verfügung während die neue Sport Arena gebaut wird.

(APA/Red)

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