Vilimsky zeigte sich höchst ungehalten im ZiB2-Interview

Vilimsky zeigte sich höchst ungehalten im Interview.
Vilimsky zeigte sich höchst ungehalten im Interview. ©APA/Hans Klaus Techt
Harald Vilimsky, FPÖ-Generalsekretär, zeigte sich im "ZiB2"-Interview höchst ungehalten. Er verteidigte weiterhin Ursula Stenzel nach ihrer Rede auf einem Identitärenaufmarsch und bestreitet die Nähe zu dem Verein.

Höchst ungehalten zeigte sich FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky Montag in der "ZiB2" über Vorhalte - sowohl gegenüber der nicht amtsführenden Wiener Stadträtin Ursula Stenzel wegen ihrer Rede bei einer Identitären-Veranstaltung als auch gegenüber der FPÖ wegen rechter Ausfälle von Funktionären. Die Rücktrittsaufforderung der ÖVP an Stenzel wies er empört zurück, aber Türkis-Blau will er fortsetzen.

Nähe der FPÖ zu den Identitären erneut bestritten

Vilimsky bestritt eine Nähe der FPÖ zu den Identitären. Man wolle mit dieser "aktionistischen Truppe nichts zu tun haben", man wolle "keine Verwebungen, keine Verstrickungen mit anderen Parteien, die vielleicht andere Ziele haben". Auf ein langes Interview von Ex-Innenminister Herbert Kickl und ein FPÖ-Inserat in der Rechtsaußen-Postille "InfoDirekt" angesprochen, betonte er, dies sei kein Magazin der Identitären.

Richtig ungehalten wurde er, als ihm eine lange Liste von Rechtsaussagen-Äußerungen von FPÖ-Funktionären vorgehalten wurde. Es sei nicht einzusehen, dass drei Wochen vor der Wahl nicht über wichtige Themen geredet werde, sondern ein solches "Amalgam von Lokalfunktionären herangezogen" werde, zumal die FPÖ "zehnmal dementiert hat, was uns Linke Parteien als Vorwurf entgegenbringen".

Vilimsky verteidigte weiterhin Stenzel

Vehement verteidigte Vilimsky Stenzel. Sie sei eine "untadelige Grande Dame der Wiener Kommunalpolitik". Sie habe nicht gewusst, wer die Veranstaltung organisiert - und man könne ihr doch nicht vorwerfen, dass sie "einmal auf einer Veranstaltung war", bei der Identitäre im Publikum saßen. ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer - der Stenzels Rücktritt verlangt hatte - teilte er mit, dieser möge "im eigenen Stall für Ordnung sorgen". Schließlich habe ÖVP-Klubobmann August Wöginger "InfoDirekt" ein Interview gegeben - einem "Monatsmagazin, von dem alle sagen, es stünde den Identitären nahe".

Vilimsky sieht bei ÖVP-Programm blaue Urheberschaft

Die FPÖ hat beim am Dienstag zu den Bereichen Migration und Integration präsentierten Wahlprogramm der ÖVP eine blaue Urheberschaft reklamiert. Offenbar habe Kurz bei seiner Präsentation die Unterlagen von FPÖ-Chef Norbert Hofer "erwischt", feixte Vilimsky. Der FPÖ-Generalsekretär ortete darin eine Koalitionsansage der Türkisen an die Freiheitlichen.

Eine restriktive Zuwanderungspolitik, die Bekämpfung der illegalen Migration und die konsequente Umsetzung der Mindestsicherung neu werde sich wohl nur mit einer FPÖ in der Regierung umsetzen lassen, so der Freiheitliche: "Ich bin gespannt, mit wem Kurz eine Koalition eingehen will, um diese Forderungen durchzubringen."

Ein "klares Bekenntnis zu unserer Kultur und Tradition", die Beibehaltung des Kreuzes in den Klassenzimmern und ein Fortführen der christlichen Traditionen werden sich mit "einer Rendi-Wagner-SPÖ, den Kogler-Grünen oder gar mit den Meindl-Reisinger-Pinken" nur schwer verwirklichen lassen, so Vilimsky.

(APA/Red)

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