Viertelfestival NÖ: Weinviertel ganz im Zeichen der Kultur

Viertelfestival NÖ - Weinviertel 2013 im Zeichen der Kunst und Kultur
Viertelfestival NÖ - Weinviertel 2013 im Zeichen der Kunst und Kultur ©Shailo Djekshenbaev
Das Weinviertel wird beim diesjährigen Viertelfestival zur "Brandungszone". Das Festival soll dazu beitragen, kulturelle Hemmschwellen abzubauen und Kultur vor der Haustür zu bieten.

Von 9. Mai bis 11. August werden 69 Kunst- und Kulturprojekte – davon 19 Schulprojekte – in insgesamt 178 Einzelveranstaltungen realisiert. Das diesjährige maritime Festivalmotto versteht sich einerseits als geologischer Bezug – vor über zehn Millionen Jahren war die Region Brandungszone eines tropischen Meers -, andererseits im übertragenen Sinn als inspirierender Bereich der Erneuerung und Verwandlung, als Metapher für Zwischenwelten, aber auch für das Leben an sich. Die inhaltliche Bandbreite der Projekte reicht demgemäß von der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Weinviertels über die Thematisierung landschaftlicher und volkskultureller Besonderheiten bis zur Würdigung von Künstlerpersönlichkeiten. Eingebunden sind die Bezirke Gänserndorf, Hollabrunn, Horn, Korneuburg, Tulln und Mistelbach, ein Beitrag geht über die Grenze nach Bratislava und Breclav.

Viertelfestival in Niederösterreich

“Grenzwertig” im positiven Sinn sieht sich allerdings auch die Freilichtgalerie der Volksschulen Drösing, Ebenthal, Jedenspeigen und Vel’ke Leváre mit zweisprachiger Präsentation im Schloss Jedenspeigen. Die Theaterperformance “Grenzland” wiederum erinnert an einen tragischen Vorfall im August 1956 an der Thaya. Grenzüberschreitungen finden auch an der Thayabrücke bei Hardegg statt, ein Atelierführer beinhaltet Künstler aus der Westslowakei und aus Südmähren, zwischen Loosdorf und Rudice wird eine Unterwasser-“Grenzunterschreitung” installiert, zwischen Ottenthal und Mikulov schaukelt symbolhaft ein Schiff über die Grenzlinie.

Weitere Projekte bilden u.a. die Ausstellungen “Das Leben der Juden in Groß-Enzersdorf” oder “Entlang der Pragerstraße”. Das Schiefergas-Theater bringt die Produktion “Schwarzer Veltliner” an acht Orten zur Aufführung, der Verein zur Verwindung von Gramausbrüchen eröffnet einen Wanderweg für Pessimisten in Herrnbaumgarten. Unterirdische Schätze aus der Urzeit können mittels App aufgespürt werden, akustische Hörbänke, ein Theodor-Kramer-Soundwalk rund um Niederhollabrunn, ein Symposium “Widerstand im Weinviertel” und eine Dramatisierung von Umberto Ecos “Im Namen der Rose” im Kellerlabyrinth Retz bilden weitere Highlights.

(APA)

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