Vierte Plätze bei 2. Lecher Cross-Weltcup für Fuchs und Moll

Lech - Die österreichische Elite im Snowboard-Cross hat den erhofften Heimsieg beim Lecher Weltcup-Doppel nicht erreicht, am Dienstag und Mittwoch aber immerhin drei Finalplätze erreicht.
Bilder der heutigen Rennen

Nach Platz drei von Mario Fuchs am Vortag schafften es der Salzburger und die Vorarlbergerin Susanne Moll am Mittwoch jeweils auf Rang vier. Der im ersten Bewerb nur auf Position 25 gekommene Markus Schairer wurde Sechster. Es gewannen der Italiener Luca Matteoti und wie am Vortag die Kanadierin Dominique Maltais.

Fuchs hatte rund 14 Stunden nach seinem insgesamt sechsten Podestplatz bei einem Österreich-Weltcup nur haarscharf die Qualifikation für die Top 32 geschafft, schrammte um 2/100 Sekunden am Ausscheiden vorbei. Danach war der 34-Jährige jedoch auf einem guten Weg, als Erster in der Weltcup-Geschichte von einem derart schlechten Qualifikationsplatz einen Bewerb zu gewinnen. Im Finale musste Fuchs aber die Überlegenheit der Konkurrenz anerkennen.

Dabei war er allerdings schon früh vom Pech verfolgt, als ihm der Franzose Paul-Henri de la Rue im oberen Streckenteil von hinten aufs Board gefahren war. “Ich habe dann beim Sprung die Kontrolle verloren und bin gestürzt”, sagte der im Weltcup nun drittplatzierte ÖSV-Athlet. Mit seinen beiden Finalplätzen war er in Summe aber zufrieden. “Gestern vier Heats und heute wieder – es war das absolute Limit. Ich hätte nie gedacht, dass es noch einmal so gut geht.”

Weltmeister Schairer rehabilitierte sich auf einer weich zu fahrenden, mit weniger Schlägen als am Vortag versehenen Piste. Im Semifinale – u.a. im Duell mit Fuchs – schied der Vorarlberger zwar als Vierter aus, holte sich dann jedoch noch Platz zwei im “kleinen Finale”. “Ich bin das Rennen heute taktischer angegangen”, sagte der Lokalmatador. “Es war eine gute Show. Wenn noch ein bisschen mehr geht, kann ich auch durchaus gewinnen.”

Moll wiederum war überglücklich, mehr als sechseinhalb Jahre nach dem Weltcup-Finale 2004 als 16-Jährige in Bardonecchia stand sie wieder einmal in einer Entscheidung. “Ich bin glücklich und stolz”, jubelte die Vorarlbergerin. “Es ist voll geil, dass ich wieder zurück bin. Ich bin fast am dritten Platz drangewesen.” Moll hatte die vergangene Saison fast komplett verpasst, nachdem sie sich im September 2009 bei einem Weltcup in Argentinien eine schwere Kopfverletzung zugezogen hatte.

“Unglaublich”, meinte ÖSV-Spartenchef Christian Galler zur Leistung Molls. “Kompliment auch an die Trainer für das Linienstudium.” Galler lobte auch Maria Ramberger, besonders aufgrund deren fünften Platz vom Vortag. Tags darauf ereilte die 24-jährige Niederösterreicherin im Angriff auf die Aufstiegsplätze das Out. Positiv bilanzierte Vorarlbergs Skiverbandspräsident Patrick Ortlieb: “Das macht Lust auf mehr. Der größte Wunsch wäre, wenn wir auch die Ski-Crosser dabei hätten.”

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