Vier Janko-Tore bei Salzburgs 7:1-Triumph gegen Kärnten

Tabellenführer Salzburg hat seine Pflicht in der Fußball-Bundesliga am Sonntag eindrucksvoll erfüllt. Der Meister feierte mit 7:1 (3:1) gegen Schlusslicht SK Austria Kärnten nicht nur ein Schützenfest, sondern auch den höchsten Sieg der Ära Red Bull.
Der Salzburger Triumph in Bildern
Stürmerstar Marc Janko erzielte alleine vier Tore (41., 48., 50., 79.), die weiteren Treffer steuerten Christoph Leitgeb (3.), Nikola Pokrivac (38.) und Amir Vladavic (66./Elfmeter) bei. Für Kärnten traf Kapitän Jocelyn Blanchard (38.).

Janko hält nach seiner Galavorstellung in Runde 10 bei acht Saisontoren und fünf Assists. In den vergangenen fünf Pflichtspielen, die die Salzburger allesamt gewonnen haben, hat der Schützenkönig der Vorsaison sieben Treffer erzielt – den ersten der vier gegen Kärnten jedoch aus klarer Abseitsposition. Das Tor zum 3:1 nach Querpass von Pokrivac, den Franz Schiemer noch verpasst hatte, bedeutete schon vor der Pause die Vorentscheidung.

Zu Spielbeginn hatte es gerade einmal zweieinhalb Minuten gedauert, bis sich der Favorit auf Siegeskurs gebracht hatte. Leitgeb erzielte mit einem satten Schuss aus 20 Metern sein erstes Ligator seit mehr als 21 Monaten. Zuletzt hatte der Mittelfeldspieler am 1. Dezember 2007 beim 3:1-Sieg bei Rapid getroffen. Die Salzburger dominierten das Spiel daraufhin nach Belieben, die Europa League schien keine körperlichen Spuren hinterlassen zu haben.

Trainer Huub Stevens hatte derselben Startformation wie schon beim 2:0 gegen Villarreal vertraut – und sie fuhr in souveräner Manier den fünften Sieg in Folge, den dritten in der Liga ein. Pokrivac traf nach Vorarbeit von Janko aus spitzem Winkel, nachdem er zuvor Kärntens Abwehrchef Martin Hiden und Keeper Andreas Schranz schlecht hatte aussehen lassen.

Die Kärntner waren neben dem Blanchard-Treffer nach flach zum Sechzehner gespieltem Corner nur zu einem Abseitstor durch Marc Sand gekommen (19.). Zur Pause musste dann auch noch Frenkie Schinkels auf die Tribüne, nachdem er sich zu heftig über den Pausenpfiff beschwert hatte, bei dem sein Team eine Überzahlsituation vorgefunden hatte. Auch das Abseitstor von Janko hatte den Kärnten-Trainer wenige Minuten zuvor erzürnt.

Dem Salzburger Stürmerstar war es egal, er legte nach der Pause noch drei weitere Treffer nach. Erst verwertete Janko aus kurzer Distanz eine Flanke von Dusan Svento, bei der ihn Martin Zivny sträflich vernachlässigt hatte. Zwei Minuten später düpierte der 26-Jährige nach Pass von Somen Tchoyi die gesamte Hintermannschaft, traf von der Strafraumgrenze. Den Schlusspunkt setzte Janko aus einem Konter nach Vorarbeit von Leitgeb.

Dazwischen hatte der eingewechselte Vladavic nach sinnlosem Foul von Christian Prawda an Christian Schwegler einen Elfmeter verwertet. Die Bullen ließen vor 11.200 begeisterten Zuschauern sogar noch eine Reihe weiterer Großchancen aus, sonst hätte das Resultat sogar noch höher ausfallen können. Den bisher höchsten Erfolg der Ära Red Bull (seit 2005) hatten die Salzburger Ende der Vorsaison ebenfalls gegen Kärnten gefeiert – 6:0 am 3. Mai 2009.

Vier Tore hatte Janko bereits im Oktober des Vorjahres beim 4:3-Sieg in Altach erzielt. Nach dem fünften Heimsieg in ebenso vielen Spielen führen die Salzburger weiterhin drei Punkte vor der Wiener Austria. Für die inferioren Kärntner wird die Luft im Abstiegskampf dagegen immer dünner. Mit vier Punkten aus zehn Partien fehlen der Schinkels-Truppe nach der dritten Niederlage in Folge drei Zähler auf den Vorletzten Kapfenberg.

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