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Vienna stolpert, Horn fällt

Ratlosigkeit in Blau-Gelb
Ratlosigkeit in Blau-Gelb ©expa/Haumer
Mit einem 1:1 gegen Abstiegskandidat Würmla stolperte die Vienna im Titelkampf der Regionalliga. Konkurrent Horn erwischte es noch schlimmer, die Waldviertler schlitterten in Waidhofen in eine Niederlage. Bilder 

Vienna erwischte einen optimalen Start. Fading überraschte die gesamte Abwehr von Würmla mit einem kurz abgespielten Pass auf Slawik und dieser schoss unhaltbar für Tormann Zeljko Milosevic ins rechte Kreuzeck zum 1:0 ein (6.). Zwei Minuten später blieb die Pfeife von Schiedsrichter Pethö stumm, als Slawik im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Doch danach war es mit der blau-gelben Herrlichkeit vorbei, Würmla übernahm das Kommando. In der neunten Spielminute erkannte Schiedsrichter Pethö ein Tor von Dylewski ab und entschied auf Foul an Vienna-Schlussmann Brandner. 

Die Niederösterreicher standen eng am Mann und vergaben etliche Chancen, während die Döblinger mit Fehlpassorgien und Mängeln im Spielaufbau zu kämpfen hatte. Die rechte Stange rettete die Vienna vor dem Ausgleich: Ein Schuss von Nikic, nach Vorlage von Dylewski, zog an Brandner vorbei und landete am Metall (17.). Ein Freistoß aus 25 Meter Entfernung von Dylewski konnte Brandner gerade noch entschärfen (35.) und sieben Minuten später warf sich der blau-gelbe Goalie dem heranstürmenden Panic mutig entgegen und klärte dessen Schussversuch zur Ecke. Bezeichnend, dass die Vienna erst in der 45.Minute mit einem überraschenden Schuss von Bozkurt zur zweiten Chance im Spiel kam.

Wenige Sekunden waren in der zweiten Hälfte gespielt als Würmla durch einen Panic-Kopfball (46.) zum verdienten Ausgleich traf. Vienna-Trainer Stöger brachte mit der Einwechslung von Ötztük frischen Wind ins Angriffspiel der Blau-Gelben. Frenzl scheiterte (55.) mit einem zu weichen Schuss am gegnerischen Tormann. Würmla schnürte im Mittelfeld das Angriffsspiel der Blau-Gelben erfolgreich ein. Erst Bozkurts Schuss 20 Minuten vor dem Abpfiff läutete eine “Mini-Schlussoffensive” der Döblinger ein. Öztürks Schuss wurde von einem Würmla-Spieler fast ins eigene Tor abgefälscht (79.), Miroslav Milosevics harmloser Distanzversuch (83.) landete neben dem Tor. Der eingewechselte Bjelovuk scheiterte aus kurzer Distanz am Tormann (88.). In der Nachspielzeit verfehlten Vienna-Flanken von links nach rechts und wieder retour ihr Ziel.

Während die Niederösterreicher mit ihren mitgereisten Fans mit einer Welle den Punktegewinn feierten, schlichen die Blau-Gelben mit hängenden Köpfen in die Kabine – wohl ahnend was sie dort von Trainer Stöger erwarten würde: Es folgte ein Donnerwetter! Der Chefcoach der Vienna war nach der Kabinenpredigt noch lange nicht “entladen”. Er fand klare und harte Worte für seine Mannschaft: “Wenn man mit dem Druck nicht umgehen kann, dann ist man für das Profigeschäft nicht geeignet. In so einer Situation müssen die Spieler am Platz sterben. Wenn die Spielerbank mehr leidet als die Kicker am Feld, dann kann etwas nicht stimmen.” Stöger  wollte sich auch damit nicht zufrieden geben, dass aufgrund des Umfallers von Horn in Waidhofen (0:1) die Vienna ihren Punktepolster auf Titelkonkurrent Horn zwei Runden vor Schluss auf drei Zähler ausbauen konnte.

Thomas Slawik (Torschütze Vienna): “Würmla will nicht absteigen und genau so haben sie heute gespielt. Wir haben es verabsäumt das zweite Tor zu machen und sind dem Spiel heute nachgelaufen. Wir haben jetzt zwei Matchbälle und wollen wenn möglich gegen die Admira Amateure den Sack zu machen.”

Peter Stöger (Trainer Vienna): “Das war heute viel zu wenig Engagement von der Mannschaft. Ich frage mich ob einige Spieler überhaupt wissen um was es für den Verein und sie selber geht – Vienna kann nach zehn Jahren wieder aufsteigen. Ich werde mir jetzt die kommenden Trainingseinheiten genau anschauen und nur die Spieler aufstellen die sich voll ins Zeug hängen – Qualität hin oder her.”

First Vienna FC – SV Würmla 1:1 (1:0)
Wien, Hohe Warte, 2.300, SR Pethö

Torfolge: 1:0 Slawik (6.), 1:1 Panic (47.)

Vienna: Brandner – Frenzl, Dorta, Fellner, Sulzer (88. Bjelovuk) – Rühmkorf, Milosevic, Slawik (51. Öztürk), Niefergall (66. Hiba), Fading – Bozkurt
Würmla: Milosevic – Acar, Banovits, Dimic, Weiss (60. Hadzic) – Dylewski, Feiner (87.Pajic), Nikic, Marschall – Bauer (83. Popa), Panic

Gelbe Karten: Slawik, Niefergall, Milosevic, Sulzer bzw. Feiner, Panic, Acar
Die Besten: Frenzl, Öztürk bzw. Dylewski, Nikic, Feiner

Horn patzt in Waidhofen
Viennas unmittelbarer Aufstiegskonkurrent Horn konnte den Punkteverlust der Döblinger micht nutzen. Im Gegenteil: Die Waldviertler mussten sich in Waidhofen mit 0:1 geschlagen geben. Waidhofen-Mittelstürmer Thomas Zemann schickte mit seinem Treffer in der 67. Minute Horns Titelhoffnungen in das Reich der Theorie.

In der Tabelle liegt die Vienna (59 Punkte, Tordifferenz +32) vor den letzten beiden Runden nun drei Punkte vor Horn (56, +23), die um neun Treffer bessere Tordifferenz ist fast einen Extrapunkt wert. Mit einem Sieg im kommenden Heimspiel gegen die Admira-Amateure könnten die Döblinger den Aufstieg praktisch perfekt machen und nach langen Jahren in der Regionalliga wieder in der Ersten Liga kicken.

Rapid Amateure zerlegen Ostbahn XI
Thomas Fröschl war der Mann des Spiels in Hütteldorf: Mit einem Hattrick binnen einer Viertelstunde (9., 13., 25.) zog er den Eisenbahnern den Zahn. Dem Anschlusstreffer durch Slavov (45.) ließen Ciftci (71.) und Sütcü (75.) noch zwei weitere Tore in Grün-Weiß folgen. Ostbahn muss angesichts der schlechtesten Tordifferenz der Liga (-28) weiterhin um den Klassenerhalt bangen. Den Rapid Amateuren gelang der erste volle Erfolg seit mehr als zwei Monaten (1:0 gegen Neusiedl am 20. März).

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