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Vienna Fashion Week: Mode-Staatspreis für Bisovsky

Susanne Bisovsky (l.) erhielt den Mode-Staatspreis.
Susanne Bisovsky (l.) erhielt den Mode-Staatspreis. ©AFA
Susanne Bisovsky erhält am Montag den Staatspreis für Mode bei der Vienna Fashion Week. Die Stadt Wien prämierte das Stricklabel von Christina Seewald.
MQVFW20: Austrian Fashion Awards 2020

Der Coronakrise zum Trotz und mit Anti-Covid-Vorsichtsmaßnahmen hat Montagabend mit der Verleihung der Austrian Fashion Awards (AFA) die Vienna Fashion Week.20 begonnen. Die Auszeichnung des Kulturministeriums ging an Susanne Bisovsky, deren Label heuer auch 30-jähriges Jubiläum feiert. Den Modepreis der Stadt Wien nahm Christina Seewald entgegen. Beide sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

Wegen Corona dauert die Fashion Week in ihrer zwölften Ausgabe nur bis Samstag, das Rahmenprogramm wurde reduziert, ebenso die Anzahl der Gäste: Während sonst bis zu 1.000 Besucher das Fashion-Zelt beim Museumsquartier füllen, sollten es diesmal jeweils weniger als halb so viele sein, zudem bleibt jeder zweite Platz im Sinne des Abstandhaltens leer. Es gibt Stationen mit Desinfektionsmitteln und zum Fiebermessen, vorherige Registrierung und Maskenpflicht für alle, auch für die Models abseits des Laufstegs. Einige Modeschöpfer haben den Mund-Nasen-Schutz aber ohnehin schon in ihre neuen Kollektionen eingebaut.

"outstanding artist award für experimentelles Modedesign"

"In Zeiten wie diesen ist es umso wichtiger, zusammenzuhalten und die Kapazitäten zu bündeln", betonten AFA-Direktorin Camille Boyer und das Veranstalterteam der Modewoche, Elvyra Geyer, Zigi Mueller-Matyas und Maria Oberfrank von "creative headz". Die Modewoche, ein wichtiges "Lebenszeichen" der heimischen Designerbranche, komplett ausfallen zu lassen, sei keine Option gewesen. Die Planung wurde laufend an die epidemiologische Lage angepasst.

Der "outstanding artist award für experimentelles Modedesign" des Kulturministeriums zählt zu den Staatspreisen der Republik Österreich. Heuer wurde er zum fünften Mal vergeben: Die in Linz geborene und in Wien aufgewachsene Susanne Bisovsky widmet ihre textilhistorisch inspirierten Kreationen der "schönen Wienerin" und dem "Wiener Chic". Ihr Salon findet sich in der Beletage einer ehemaligen Seidenmanufaktur in Neubau: Am Brillantengrund auf Seidengasse 13 wird entworfen, anprobiert und vieles auch gefertigt.

Zwischen Tradition und Avantgarde

Die Auszeichnung würdigt ihren innovativen Beitrag zum zeitgenössischen Modeschaffen und ihr aussagekräftiges Oeuvre, das ihr Label abseits des Mainstreams international etabliert habe. "Seit 30 Jahren lotet Susanne Bisovsky in ihrer Arbeit die Grenzen zwischen Tradition und Avantgarde aus, indem sie kunstvoll Klischees von Tracht und Folklore auflöst", hieß es in der Begründung der Jury. Wichtig sei ihr selbst ein zeitloser Stil jenseits des modischen Kurzzeitgedächtnisses, betont die Modemacherin immer wieder.

Die Stadt Wien versteht ihren jährlichen Modepreis als Starthilfe für jüngere Labels auf internationalem Niveau. Die gebürtige Grazerin Christina Seewald gründete erst 2019 ihr Stricklabel unter eigenem Namen. Sie mixt feine Garne und Schneiderkunst zu radikalen Looks. Die Jury sieht sie "in einem einzigartigen Spannungsfeld zwischen Loungewear und Tailoring" und lobte die Konzentration auf Handwerkskunst und lokale Produktion.

(APA/red)

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