AA

Vermutlich zu Tode misshandeltes Kleinkind: Obduktion

Der Verdacht richtet sich nun gegen den Freund der Mutter: Der kleine Bub ist am Samstag an Folgen von schweren Kopfverletzungen gestorben. Am Mittwoch wird obduziert.

Im Fall eines vermutlich zu Tode misshandelten Kleinkinds wird die Leiche des 17 Monate alten Buben am Mittwoch obduziert. Wie Oberst Franz Polzer, Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich (LK NÖ) am Dienstag mitteilte, richte sich der Verdacht primär gegen den 23-jährigen Freund der um ein Jahr jüngeren Kindesmutter. Ihr Sohn starb am Samstag im Wiener SMZ-Ost Spital an den Folgen von schweren Kopfverletzungen.

Hauptverdächtig in dem Fall gelte der 23-Jährige. Polzer führte aus, dass er sich bei den Einvernahmen zu den Vorwürfen nicht äußere. “Er sagt nichts”, meinte Polzer am Dienstag. Die Ermittlungen seien generell erst im Anfangsstadium. Die wichtigsten Aufschlüsse erwartete der Kriminalist von der gerichtsmedizinischen Untersuchung am Mittwoch.

Es seien dem Opfer zumindest in den vergangenen vier Monaten schwere Blessuren zugefügt worden, berichtete die Polizei am Montag. Am Donnerstag wurde das Kind ins SMZ-Ost Spital eingeliefert. Die Ärzte diagnostizierten zu diesem Zeitpunkt bereits den Hirntod des Kleinkindes, Fremdverschulden war als Ursache nicht auszuschließen. Das Kind starb am Samstag in dem Spital. Einen Tag zuvor war Haftantrag gegen den 23-Jährigen aus dem Bezirk Wien-Umgebung und die Mutter aus dem Bezirk Schwaz in Tirol erlassen worden. Die 22-Jährige befindet sich mittlerweile wieder auf freiem Fuß, so Polzer.

Ob der Mutter womöglich Mittäterschaft angelastet werden könne, stand noch nicht fest. Dies müsse erst ermittelt werden, meinte Polzer.

Mehr News aus Wien …

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Vermutlich zu Tode misshandeltes Kleinkind: Obduktion
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen