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Vermehrte Nachfrage bei Wiener Tierheimen

Die Wiener Tierheime bemerken in der Corona-Krise eine verstärkte Nachfrage nach Tieren.
Die Wiener Tierheime bemerken in der Corona-Krise eine verstärkte Nachfrage nach Tieren. ©pixabay.com
Sowohl beim Tierschutzverein als auch beim städtischen Tierquartier bemerkt man seit der Coronavirus-Pandemie ein verstärktes Interesse an Hund und Katz, wie es auf APA-Nachfrage hieß.

Während der Tierschutzverein derzeit keine Vierbeiner vergibt, gibt es beim Tierquartier die Möglichkeit, ein Pflegetier nach Hause zu holen.

Ein Viertel mehr Anfragen für Pflegetiere im Tierquartier

"Es gibt jetzt etwa um ein Viertel mehr bei den Anfragen für Pflegetiere", erzählte der Betriebsleiter des Tierquartiers, Thomas Benda, der APA am Freitag. Das Tierquartier vergibt nämlich auch Pflegetiere für einen gewissen Zeitraum. Dabei handelt es sich um sogenannte Hospiz-Tiere, also ältere Vierbeiner oder Vierbeiner, die Medikamente nehmen müssen.

"Manche Interessenten würden gerne ein Tier für einen Monat zu sich nach Hause nehmen, andere wiederum wissen noch nicht für welchen Zeitraum", erzählte Benda weiter. Seinem Eindruck zufolge sei aktuell das diesbezügliche Interesse an Hunden größer als an Katzen. Bei den Fixvergaben, also wo Menschen definitiv einen Vierbeiner zu sich nach Hause nehmen, bemerkte er hingegen keinen auffälligen Anstieg.

Seit zwei Wochen herrscht im Tierquartier auch wieder eine Art Notbetrieb bei der fixen Tiervergabe. Interessierte können sich per Mail oder telefonisch melden. In Folge und bei ernsthaftem Interesse werden Termine für Übergaben vereinbart. In den vergangenen zwei Wochen wurden 15 Hunde vergeben.

Wiener Tierschutzverein derzeit im Notbetrieb

Der Wiener Tierschutzverein befindet sich derzeit noch im Notbetrieb. Das heißt, die Tiere werden wie bisher versorgt, doch externe Personen dürfen das Tierschutzhaus in Vösendorf nicht betreten. Daher sind im Moment auch keine Tiervergaben möglich. Trotzdem bemerkte der Verein ein verstärktes diesbezügliches Interesse: "Es sind mehrere Dutzend Anrufe pro Tage", erzählte ein Sprecher der Einrichtung der APA. Seiner Meinung nach hätten die Menschen nun aufgrund von Home-Office oder Kurzarbeit mehr Zeit und könnten sich nun vorstellen, ein Haustier zu halten.

Vergabe erst nach der Corona-Pandemie

Doch hier warnte der Sprecher: Sobald der Alltag wieder einkehre, würden viele erkennen, dass die Zeit für das Tier nicht da ist. "Wir schätzen, dass wir enorme Rücklaufquoten hätten." Daher versucht der Tierschutzverein, die Interessenten zu sensibilisieren und bittet - falls der Wunsch weiterhin bestehen bleibt - nach der Wiedereröffnung des Hauses vorbeizuschauen. "Hin und wieder stößt das auf Unverständnis, aber nach einem Gespräch sehen es auch diese Leute ein."

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