Verliebt in meine Frau - Kritik und Trailer zum Film

Mit seiner klassisch französischen Liebeskomödie "Verliebt in meine Frau" nimmt sich Regisseur Daniel Auteuil als Hauptdarsteller selbst auf die Schippe. Er spielt einen alternden Ehemann, der sich beim Kennenlernen gleich in die neue, junge Geliebte seines Freundes verliebt - gespielt von Gerard Depardieu. Zumindest in seiner Fantasie brennen Emma und er gleich miteinander durch.

So manchen Mann hat sie schon ereilt: die Midlife-Crisis. In dieser heiklen Phase des Lebens legen sich die Herren dem Klischee zufolge gerne mal einen neuen Wagen, einen neuen Look oder eben auch eine neue Frau zu. Doch nicht für jeden ist so ein Lebenswandel das Richtige – wie der neue Film “Verliebt in meine Frau” ab Freitag im Kino zeigt.

Verliebt in meine Frau: Kurzinhalt zum Film

Daniel (Daniel Auteuil) ist eigentlich glücklich in seiner Ehe mit Frau Isabelle (Sandrine Kiberlain). Das erfolgreiche Paar ist kinderlos und lebt in einer großen, schicken Pariser Wohnung. Beide haben gute Jobs und noch genügend Gemeinsamkeiten.

Doch dann trifft er nach langer Zeit zufällig seinen alten Freund Patrick, gespielt vom französischen Schauspieler Gerard Depardieu (69). Der Lebemann hat erst kürzlich seine Frau für eine Jüngere verlassen. Daniel lädt ihn mit seiner neuen Freundin für ein Kennenlernen zum Abendessen ein – und bereut es im nächsten Moment schon. Denn die verlassene Ehefrau war die beste Freundin seiner Isabell: Das Doppel-Date-Fiasko beginnt.

Auftritt der jungen Geliebten. Die hinreißende Emma erscheint – wie soll es anders sein – im hautengen roten Kleid als Inbegriff für Männerfantasien. Die Wirkung der jungen Frau zeigt sich prompt. Daniels Kopfkino spielt verrückt, Aussetzer beim Dinner inklusive. Unerwartet wird das Abendessen zu einer Bewährungsprobe für seine Ehe – zumindest in seiner Fantasie. Immer wieder schweift der Gastgeber ab zu wilden Abenteuern mit der jungen Geliebten.

Verliebt in meine Frau: Die Kritik

Die Träume von Ausflügen nach Ibiza und Barcelona mit Emma sind der Kern des Films, nehmen also auch viel Zeit in Anspruch. An manchen Stellen lassen sie die Komödie aber etwas langatmig werden und wirken abgedroschen. Das Spiel mit dem Klischee vom alternden Lüstling scheint in vielen Szenen aber auch beabsichtigt zu sein.

Hauptdarsteller Auteuil (68), der in der Liebeskomödie auch Regie führte, nimmt sich bei seinem Spiel mit der Fantasie selbst auf die Schippe. Depardieu dagegen spielt den ernsthaften Liebhaber, der sein Glück mit beiden Händen festhält. Komödiantische Momente mit dem einstigen Obelix-Darsteller könnten einigen der Zuschauer fehlen.

Der heimliche Star des Films ist aber die 30-jährige Emma, gespielt von der in Österreich eher unbekannten Darstellerin Adriana Ugarte. Mit ihrer Rolle als zurückhaltende und intelligente Femme fatale schafft sie Präsenz. Im Gegenteil zu Ehefrau Isabelle, die leider mit ihrer eindimensionalen “eifersüchtige Ehefrau”-Rolle nicht wirklich glänzen kann.

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(APA/Red)

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