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Verfahren gegen Tiroler Landestheater

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Über das Tiroler Landestheater (TLT) ist vor der Gleichbehandlungskommission in Wien ein Verlangen eingegangen. Falsche Verträge bieten Mitarbeiterinnen keinen Kündigungsschutz in der Karenz und dem TLT die Möglichkeit, Mütter unter ihren Mitarbeiterinnen auszusortieren.

“Frauen gehören an den Herd”, sagte der geschäftsführende Direktor. In einem Schreiben des Anwaltes stand er zu diesen Aussagen.

Er bestreite sie nicht, es habe sich dabei aber um Äußerungen im Scherz gehandelt, die auch von den Personen, die sie gehört haben, auch als Scherz verstanden worden seien. In einem Verlangen vor der Gleichbehandlungskommission fasste die Gleichbehandlungsanwältin für Tirol, Salzburg und Vorarlberg Christine Baur Aussagen von Mitarbeitern zusammen.

Mitarbeiterinnen der Öffentlichkeits-Abteilung bekommen Bühnendienstverträge, obwohl sie einen ganz normalen Angestellten-Bürojob haben. “Im Tiroler Landestheater scheint kein Platz für Mütter zu sein. Die Frauen gehen in Karenz, ohne darauf hingewiesen zu werden, dass ihre Bühnendienstverträge währenddessen auslaufen. Ihre Verträge werden dann einfach nicht verlängert und die Mütter stehen arbeitslos da”, schilderte Baur der APA am Freitag. “Wir laufen unseren Mitarbeiterinnen nicht mit Informationen hinterher. Unserer Türen stehen immer offen, da müssen sie schon selber kommen”, meinte Brigitte Winkler, Prokuristin des LTL.

Der geschäftsführende kaufmännische Direktor habe laut Verlangen gesagt: “Wenn drei Frauen in einem Raum sind, sollte man eine Bombe hineinwerfen und die Türe zusperren!” In einem Schreiben des Anwalts des Theaters steht der Direktor zu seinen Aussagen: Seine Äußerungen: “Habt ihr schon wieder keinen Mann gefunden, muss es schon wieder eine Frau sein”, und “Frauen gehören an den Herd”, werden von ihm nicht bestritten, sie seien aber als Spass gemeint gewesen.

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