Verbot von Ganzkörperanzug im Schwimmsport ab 2010

Markus Rogan in einem Ganzkörperanzug
Markus Rogan in einem Ganzkörperanzug ©APA
Die Verwendung von Ganzkörperanzügen im Schwimmsport wird 2010 verboten werden. Der am vergangenen Freitag neu gewählte 22-köpfige Vorstand des internationalen Schwimm-Verbandes FINA hat am Dienstag in seiner ersten Sitzung die Abstimmung des FINA-Kongresses vom Freitag respektiert, allerdings in leicht abgeänderter Form am Dienstagnachmittag präsentiert.

Unverändert von der vier Tage zuvor mit 168:7 ausgegangenen Abstimmung ist, dass die Schwimmkleidung der Männer nicht über den Nabel bzw. über die Knie hinausgehen soll. Bei den Damen sollen die Schwimmkostüme ebenfalls nicht über die Knie gehen, die Schultern müssen frei sein. Punkto Material werden nur noch Textilien erlaubt sein. Die FINA will die Hersteller bis 30. September wissen lassen, wie diese Textilien genau definiert sind.

Erst danach ließe sich laut FINA-Exekutivdirektor Cornel Marculescu ermessen, wie viel Zeit die Hersteller benötigen, um die Schwimmkleidung den neuen Vorschriften entsprechend herzustellen. “Wir respektieren die Meinung des Kongresses, die Bestimmungen werden daher 2010 in Kraft treten”, erklärte Marculescu. “Nur wissen wir noch nicht, wann genau. Wir wollen, dass das nicht später als April oder Mai sein wird.”

Bis zum diesem noch zu findenden Datum soll also der Status Quo erhalten bleiben, die neue Generation von High-Tech-Anzügen erlaubt sein. An den ersten beiden Wettkampftagen der Langbahn-WM-Bewerbe in Rom sind elf Weltrekorde gefallen, etliche weitere werden im Verlauf der Titelkämpfe noch folgen. Diese Bestleistungen nach dem “suit”-Verbot mit den neuen Materialien zu erreichen, wird auf lange Sicht unmöglich sein.

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