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Veranstalter über Gutschein-Lösung für abgesagte Events erfreut

Die Wirtschaftskammer und Veranstalter begrüßen die Gutschein-Regelung für abgesagte Veranstaltungen.
Die Wirtschaftskammer und Veranstalter begrüßen die Gutschein-Regelung für abgesagte Veranstaltungen. ©APA/BARBARA GINDL
Lob von mehreren Seiten gibt es für die Gutschein-Lösung für aufgrund der Corona-Pandemie abgesagte Veranstaltungen.
Betroffene erhalten Gutscheine

Nicht nur Veranstalter, auch die Wirtschaftskammer Wien begrüßt den für Kunst-, Kultur- und Sportveranstaltungen vorgesehenen Gesetzesentwurf, der am Dienstag im Parlament beschlossen werden soll.

WK-Obmann sieht Gutschein-Lösung als Win-Win-Situation

Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus der Wirtschaftskammer Wien, bezeichnet die Lösung in einer Aussendung als Win-Win-Situation für Unternehmen und Kunden: "Damit kann nicht nur die Liquidität der von Corona enorm geschwächten Branche vorerst gesichert werden. Auch die Kunden profitieren von der Gutscheinregelung: Wären die Unternehmer wegen Sofort-Rückzahlungen insolvent, würden die Kunden gänzlich leer ausgehen", erklärte Grießler. "Darüber hinaus hilft die Regelung dabei, die Bedeutung von Österreich als Kunst-und Kulturland auch nach der Covid-19-Krise zu sichern."

Auch Veranstalter loben Regelung

Die Barracuda Gruppe mit ihren angeschlossenen Firmen und Partnern stehe "zu 100 Prozent hinter dieser Entscheidung", hieß es in einer weiteren Aussendung. "Auf Basis der uns bekannten zu erlassenden Richtlinien arbeiten wir ab sofort an einer raschen und kundenfreundlichen Umsetzung mit allen unseren Ticketingpartnern, damit die COVID-19 betroffenen Veranstaltungen schnellstmöglich abgewickelt werden können. Wir bitten aber gleichzeitig um Verständnis, dass es noch zu früh ist, einen exakten Zeitpunkt für sämtliche Abwicklungen und damit verbundene Details sowie deren technische Umsetzung bekannt geben zu könne", hieß es.

"Die Zeit ist reif, nach diesem Beschluss fokussiert nach vorne zu blicken, damit wir alle zusammen das Kulturleben in unserem Land sobald es uns möglich ist, in eine stabile Normalität zurückführen können", wurde Ewald Tatar, Geschäftsführer der Barracuda Holding, zitiert.

Gleiches verlautete auch vom Showfactory Team: "Da durch diese Lösung die österreichische Kultur in ihrer gesamten Vielfalt geschützt und weiterhin am Leben gehalten wird, stehen wir gemeinsam mit allen Mitgliedern unserer Branchen zu 100 Prozent hinter dieser Entscheidung und danken der Bundesregierung, insbesondere dem gesamten Team des Staatssekretariats für Kunst und Kultur, für diesen für uns begrüßenswerten und überlebenswichtigen Entschluss."

Teurere Karten werden ausgezahlt

Laut Grünen-Kultursprecherin Eva Blimlinger ist vorgesehen, dass für Tickets bis zu einem Wert von 70 Euro ein Gutschein ausgestellt wird. Für teurere Karten kann man sich bis zu 180 Euro auszahlen lassen. Ein etwaiger Betrag, der den addierten Gesamtwert von 250 Euro übersteigt, wird wiederum in einen Gutschein umgewandelt. Gültig sind diese bis Ende 2022. Wurden die Gutscheine bis dahin nicht konsumiert, hat man Anspruch auf eine Rückerstattung.

(APA/Red)

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