Val d'Isere als Bewährungsprobe für Vonn und Maze

Lindsey Vonn mit guten Trainingsergebnissen
Lindsey Vonn mit guten Trainingsergebnissen
Val d'Isere 2013 ist eine Woche nach den Herren auch ein Ort für Bewährungsproben. Lindsey Vonn versucht sich nach ihrer schweren Knieverletzung wieder einmal in einer Abfahrt (10.30 Uhr), Tina Maze will vor allem am Sonntag im Riesentorlauf (10.30/13.30) endlich in die Erfolgsspur zurückkommen. Für die ÖSV-Damen geht es vor allem um eines, nämlich den ersten Speed-Saisonsieg im Olympiawinter.


Elf Rennen hat es gedauert, bis Marlies Schild vergangenen Dienstag in Courchevel mit ihrem Rekord-Triumph im Slalom überhaupt den ersten Saisonerfolg für die Truppe von Neo-Damenchef Jürgen Kriechbaum geholt hat. Doch das Bild täuscht. Auch die ÖSV-Speed-Ladies sind stark gestartet und in jeder der bisher drei Abfahrten zumindest mit einer Läuferin in die Top 5 gekommen. Im Super-G lief es mit vier Podestplätzen in bisher drei Rennen sogar noch besser. Erfolgreichste österreichische Speed-Fahrerin war bisher Anna Fenninger, die sowohl in Beaver Creek (5.) als auch in Lake Louise (4.) und St. Moritz (3.) beste ÖSV-Abfahrerin war.

Dank ihrer bisher starken Performance liegt Österreichs Sportlerin des Jahres in der Gesamtwertung als Vierte nur 45 Punkte hinter der führenden Lara Gut. Gut hatte hier im Vorjahr der Schweiz den einzigen Saisonsieg beschert und geht in Savoyen entsprechend motiviert zur Sache.

Wie weit Lindsey Vonn bereits ist, wird spätestens nach dem zweiten Trainingsplatz der US-Olympiasiegerin am Donnerstag mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Die Amerikanerin steht vor ihrem 60. Weltcupsieg, dem 30. in der Abfahrt, dem vierten in dieser Disziplin in Val d’Isere. Ob sie schon wieder einen Sieg in den Beinen hat, ist aber fraglich. Jedenfalls konzentriert sie sich derzeit komplett auf die Speed-Disziplinen. Dort will sie in 50 Tagen in Sotschi wieder um Medaillen kämpfen. Im Riesentorlauf am Sonntag ist die 29-Jährige nicht am Start.

Maze hofft hingegen speziell im ersten Val-Riesentorlauf seit 2002, endlich in die Erfolgsspur zurückzukehren. Im Vorjahr hat die Slowenin die Szene von Beginn weg dominiert und auf dem Weg zum überlegenen Rekord-Gesamtsiege serienweise Rekorde gebrochen. Elf Rennen – fünf im Riesentorlauf – hat sie im Vorjahr gewonnen. In genauso vielen ist sie bisher ohne Sieg geblieben und hat gerade mal zwei dritte Plätze in Levi (Slalom) und St. Moritz (RTL) als Podestplätze zu Buche stehen. Unter anderem sollen dafür Probleme mit ihrem Betreuerteam die Ursache sein.

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