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US-Autobranche nach Katastrophenjahr wieder optimistisch

Zu Beginn der Automesse in Detroit am Montag hat sich die auf ein Katastrophenjahr zurückblickende US-Autobranche zuversichtlich gezeigt.
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“Ich blicke wirklich optimistisch in die Zukunft”, sagte der Vizechef des US-Autobauers General Motors (GM), Bob Lutz, dessen Konzern im vergangenen Jahr nur durch einen Milliardeneinsatz des Staates gerettet wurde. Weltweit größter Absatzmarkt für Autos war 2009 China.

Aus den schmerzhaften Neustrukturierungen der beiden US-Autoriesen GM und Chrysler sei der Standort Detroit gestärkt hervorgegangen, sagte Lutz vor Beginn der Detroit Auto Show. Nach dem Insolvenzverfahren im vergangenen Jahr sei GM nun wieder eine starke Firma und werde wie “Phönix aus der Asche” steigen.

Die größte Automesse der USA in Detroit begann am Montag mit der Auszeichnung des Ford Fusion Hybrid als Auto des Jahres. Die Preisvergabe entsprach dem Trend bei den Herstellern zu kleineren und spritsparenden Modellen, Elektroautos sowie Wagen mit Hybrid-Antrieb. Nach Angaben der Organisatoren sollen auf der bis zum 24. Jänner dauernden Messe rund 50 neue Fahrzeuge vorgestellt werden. Einige große Unternehmen bleiben der Automesse allerdings fern, darunter der japanische Hersteller Nissan. Chrysler wollte sich nur mit einem Rumpfprogramm präsentieren.

Im Zuge der Wirtschaftskrise erlebte die US-Autobranche 2009 einen herben Einbruch. Trotz einer staatlichen Abwrackprämie, durch die der Kauf von Neuwagen angekurbelt werden sollte, sank der Umsatz um 21 Prozent auf 10,4 Mio. verkaufte Wagen. In den eineinhalb Jahrzehnten zuvor waren in den USA stets mehr als 15 Mio. Autos pro Jahr verkauft worden.

Ford war der einzige der großen drei Autohersteller aus Detroit, der ohne staatliche Hilfen auskam; GM und Chrysler mussten vorübergehend Insolvenz anmelden und Staatshilfen in Milliardenhöhe annehmen. Als Reaktion auf die Krise reduzierten die “Detroit Three” massiv die Kosten. GM speckte beispielsweise sein Angebot von acht auf vier Marken ab: Pontiac und Saturn wurden eingestellt, Hummer verkauft, die schwedische Marke Saab soll noch abgestoßen werden. Die deutsche Marke Opel bleibt nach monatelangem Verhandlungspoker hingegen bei GM.

Der Chef von Volkswagen America, Stefan Jacoby, kündigte “ehrgeizige Ziele” für den US-Markt an. Bis zum Jahr 2018 wolle das Unternehmen in den USA seinen Absatz mehr als verdreifachen und eine Million Autos der beiden Marken Volkswagen und Audi verkaufen. Dafür eröffnet Volkswagen unter anderem im US-Bundesstaat Tennessee eine Fabrik, die zu Beginn des Jahres 2011 mit dem Bau eines neuen Modells für den US-Markt beginnen soll.

Für 2010 rechnet Jacoby mit einer leichten Erholung des US-Marktes und mit bis zu 11,5 Mio. Autokäufen. GM-Vize Lutz äußerte ähnliche Erwartungen. Damit könnte die Zahl der verkauften Wagen aber erneut hinter dem chinesischen Absatz liegen, der laut der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua im vergangenen Jahr der größte weltweit war.

Wie Xinhua am Montag unter Berufung auf den Verband der chinesischen Autohersteller meldete, stieg der Absatz in China 2009 um 46,15 Prozent auf mehr als 13,6 Mio. verkaufte Autos. Der chinesische Automarkt verdrängte damit die US-Branche von der weltweiten Spitzenposition. Für dieses Jahr erwarten Experten in China Zuwächse von bis zu zehn Prozent.

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