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Untersuchungskommission zum KH Nord geht weiter

Die Untersuchungskommission zum KH Nord startete ins neue Jahr.
Die Untersuchungskommission zum KH Nord startete ins neue Jahr. ©APA
Die U-Kommission zum Wiener Krankenhaus Nord setzte am Dienstag ihre Arbeit nach der Weihnachtspause fort. Dabei wurde Generaldirektor Janßen in höchsten Tönen gelobt.

Befragt wurden Magistratsdirektor Erich Hechtner sowie Personalberater Franz Hill, der sowohl für die Bestellung des früheren Generaldirektors des Krankenanstaltenverbunds (KAV), Udo Janßen, als auch von Stellvertreter Thomas Balazs zuständig war.

Hill, Geschäftsführer der “Hill Woltron Management Partner GmbH”, berichtete über den Bewerbungsprozess. Die damalige Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) sei 2012 an ihn herangetreten, da sie für die Umsetzung des Spitalskonzepts 2030 einen erfahrenen Gesundheitsmanager aus dem deutschsprachigen Raum gesucht habe. Janßen, der zunächst als Generaldirektor-Stellvertreter und später erst als Generaldirektor eingestellt wurde, wurde von Hill aktiv angesprochen.

Janßen war “Idealbesetzung”

Als Mediziner und Betriebswirt, der zusätzlich auch noch Jurist, verfügbar und bereit gewesen sei, nach Österreich zu übersiedeln, sei Janßen eine “Idealbesetzung” gewesen. “Aus meiner Sicht ein Glücksfall zu diesem Zeitpunkt”, sagte Hill. Denn 2012, als die Position ausgeschrieben wurde, sei das KH Nord nicht in der jetzigen Form Thema gewesen, betonte er. “Ich habe keinen Krisenmanager für eine Problembaustelle gesucht”, sagte Hill. “Da war wahrscheinlich der Herr Janßen wirklich der Falsche”, räumte er ein.

Am Bewerbungsprozedere selbst sieht Hill keinen Verbesserungsbedarf. Es habe keinen Einfluss vonseiten der Politik gegeben, betonte er. Er habe dem KAV eine Shortlist von drei Personen übergeben. Janßen sei auch sein Favorit gewesen.

Magistratsdirektor Hechtner befragt

Zuvor wurde Magistratsdirektor Hechtner befragt. Hechtner war von 2006 bis 2010 Direktor des Kontrollamts, der Vorgängerorganisation des Stadtrechnungshofs. In diese Zeit fällt der Kontrollamtsbericht, der von den damaligen Verantwortlichen von Stadt und KAV, darunter von Ex-Stadträtin Wehsely, als einer der Gründe dafür genannt wurde, weshalb man sich gegen ein Private-Public-Partnership-Modell zur Errichtung des Krankenhauses und für den Abbruch der Verhandlungen mit dem Bieterkonsortium Porr-Siemens-Vamed entschied.

Dabei habe das Kontrollamt lediglich einen Aspekt kritisiert, und zwar den garantierten Maximalpreis, nicht den Vorgang an sich, sagte Hechtner. “Das heißt nicht, dass das Modell an sich nicht ein gangbarer Weg hätte sein können”, meinte er.

(APA/red)

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