Unterhaltsvorschuss weiter verlängert

Der erleichterte Unterhaltsvorschuss wurde verlängert.
Der erleichterte Unterhaltsvorschuss wurde verlängert. ©APA/dpa/Daniel Reinhardt
Angesichts der fortdauernden Coronapandemie hat die Regierung den erleichterten Zugang zum Unterhaltsvorschuss um weitere drei Monate verlängert.

Die Regierung hat angesichts der fortdauernden Coronapandemie den erleichterten Zugang zum Unterhaltsvorschuss um weitere drei Monate verlängert. Bis Ende Juni 2022 gilt damit, dass der Vorschuss auch ohne vorherigen Exekutionsantrag bei Gericht gewährt werden kann, teilten Justizministerin Alma Zadic (Grüne) und Familienministerin Susanne Raab (ÖVP) mit. Das wurde am Dienstag im Justizausschuss beschlossen und soll am 16. Dezember vom Nationalrat abgesegnet werden.

Erleichterter Unterhaltsvorschuss weiter verlängert

"Wir wollen vor allem Kindern zu ihrem Unterhalt verhelfen. Gerade jetzt in Pandemiezeiten ist es besonders wichtig, dass staatliche Hilfe einfach zugänglich ist und rasch wirkt", betonte Zadić. Für Raab gilt es, "insbesondere alleinerziehenden Frauen in dieser schwierigen Zeit eine unbürokratische Unterstützung zu geben, falls die Unterhaltszahlungen ausfallen".

Zuschuss wird nur gewährt, wenn drei Kriterien erfüllt sind

An sich wird der Zuschuss nur dann gewährt, wenn drei Kriterien erfüllt sind: Es muss ein entsprechender gerichtlicher Beschluss oder Vergleich vorliegen, der Zahler in Verzug sein und das Kind einen Exekutionsantrag stellen. Letzteres fiel mit der angesichts der Pandemie Ende März 2020 verfügten Erleichterung weg - und während der Coronakrise sind solche Anträge auch gebührenfrei. In weiterer Folge holt sich der Staat den Unterhaltsvorschuss beim säumigen Elternteil zurück.

(APA/Red)

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