Unter dem Messer: Von welchen Schönheitsidealen die Österreicher träumen

Dr. Sabina Apfolterer sprach mit VIENNA.at über ihre Arbeit als Schönheitschirurgin.
Dr. Sabina Apfolterer sprach mit VIENNA.at über ihre Arbeit als Schönheitschirurgin. ©Harald Artner
Dr. Sabine Apfolterer arbeitet bereits jahrelang als Schönheitschirurgin. Im Herbst 2020 hat sie einen neuen Standort in Wien-Landstraße eröffnet. Wir haben mit ihr über ihre Arbeit und über Schönheit ganz allgemein gesprochen.

Sabine Apfolterer arbeitet als Schönheitschirurgin in Wien. Mit VIENNA.at hat sie über Schönheit, Gründe für Eingriffe, Trends und natürliche Schönheits-Tipps gesprochen.

Ewige Jugend und frisches Aussehen: Gründe für Eingriffe

Nach wie vor sind es Frauen, die sich zumeist zur Schönheitschirurgin Dr. Sabine Apfolterer auf den Weg machen. Die klassischen Eingriffe bei Frauen sind Lippenvergrößerung, Faltenunterspritzung, sowie Brustvergrößerung. "Und Richtung Sommer ist die Fettabsaugung eine spannende Sache", so Apfolterer.

Aber unter ihren Kunden sind auch zehn bis 15 Prozent Männer. Diese entscheiden sich oftmals für Oberlidstraffungen, Filler oder eine Veränderung der männlichen Brust. Seit fünf bis zehn Jahren ist das Interesse bei Männern an Eingriffen gestiegen. Während Frauen die "Jugendlichkeit und Schönheit konservieren" wollen, wollen Männer jung, vital und frisch aussehen, um auch bessere berufliche Chancen zu haben.

Natürlich vs. Kim Kardashian: In diese Richtung gehen die Eingriffe

Bereits ab zehn Jahren beschäftigen sich Mädchen mit dem Thema Schönheit. Das sei gut und schlecht zu gleich: Gut, weil man sich mit sich selbst beschäftigt, schlecht wenn man sich nur über sein Äußeres definiert. Hier sei laut Apfolterer viel Aufklärungsarbeit der Eltern gefragt. Vor dem 18. Geburtstag werden aber zumeist nur Brustverkleinerungen durchgeführt - für alle weiteren größeren Eingriffe ist die Volljährigkeit eine Voraussetzung.

Laut Apfolterer gibt es bei schönheitschirurgischen Eingriffen zwei Richtungen: Einerseits in Richtung eines natürlichen und fitten Looks, andererseits in Richtung Kim Kardashian. Dabei wird mehr Augenmerk auf den Po, eine schlanke Taille und eine dazu passende Brust gelegt. Beeinflusst wurden die Vorstellungen schon immer stark von Werbung und Sozialen Medien. So auch heute: Dabei spielen unter anderem Influencer eine große Rolle.

Doch bevor es zu einem Eingriff kommt, vergeht oft viel Zeit. Laut Apfolterer lassen sich Kunden rund sieben Jahre mögliche Veränderungen durch den Kopf gehen. "Der Chirurg übernimmt nur mehr den letzten Part", so Apfolterer.

Auswirkungen der Coronakrise auf die Schönheitschirurgie

Der Lockdown und das Homeoffice haben auch Auswirkungen auf die Schönheitschirurgie. Vielen Österreichern bleibt das Urlaubsgeld übrig - dieses kann dann schon einmal für einen plastischen Eingriff verwendet werden. Auch die Entscheidung für Eingriffe im Gesicht werden schneller getroffen, da aufgrund der Maskenpflicht und der Heimarbeit der Heilungsprozess unbemerkt über die Bühne gehen kann. "Und sonst geht bei einem Zoom-Meeting eben einmal die Kamera nicht", so Apfolterer.

Schönheitschirurgische Eingriffe sind durchaus nicht immer mit Scham behaftet, wie man glauben könnte. Immer öfter gehen Kunden selbstbewusst aus der Praxis, weil sie stolz sind, sich einen Eingriff leisten zu können und sich auch getraut zu haben. Apropos leisten können: Die Preise liegen bei rund 390 Euro für Botox bei der Zornesfalte, 390 Euro für eine Lippenvergrößerung und Brustvergrößerungen gibt es ab 5.500 Euro.

Schönheitschirurgin zu Gast bei "Heast, OIDA!"

Wie es Frauen und Männern nach den Eingriffen geht, ob es auch unzufriedene Kunden gibt, welche Eingriffe Apfolterer ablehnt, wie sie selbst wahre Schönheit definiert und vieles, vieles mehr könnt ihr in unserem Podcast "Heast, OIDA!" nachhören.

(Red)

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