Uni Wien bekommt Isotopen-Labor

&copy Universität Wien
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Das neue Isotopen-Labor "Silver" soll die Chemie-Institute der Uni Wien ins 21. Jahrhundert katapultieren.

„Neue Maßstäbe im Bereich moderner Umweltforschung“ möchte man am Department für Chemische Ökologie und Ökosystemforschung der Universität Wien setzen. Die jüngste Errungenschaft, die heute, Mittwoch, eröffnet wird, ist das Isotopen-Labor „Silver“. Unter anderem gleich drei so genannte Massenspektrometer tun dort ihren Dienst und ermöglichen die Erforschung der Isotopenverhältnisse in Atmosphäre, Wasser und Boden, insbesondere im Hinblick auf den globalen Klimawandel.

Verschiedene Isotope eines Elements sind chemisch ident, unterscheiden sich aber durch die Anzahl von Neutronen im Atomkern und dadurch durch ihr Gewicht. Die Forscher machen sich zu Nutze, dass verschiedene Stoffe – je nach ihrer Herkunft – unterschiedliche Isotopenverhältnisse haben. Durch die Analyse lässt sich so etwa der Ursprung von Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff und Stickstoff feststellen, auch wenn die Elemente in Verbindungen wie Kohlendioxid, Methan oder Lachgas vorliegen. Auch das Klima längst vergangener Zeiten kann durch Isotopenanalysen von Eisbohrkernen erforscht werden.

Die Mittel zur Realisierung dieser hochmodernen Wissenschaftseinrichtung von insgesamt rund 760.000 Euro stammen von der Universität Wien und aus dem Infrastrukturprogramm des Bildungsministeriums. Auf rund 50 Quadratmetern werden drei Wissenschafter in Zukunft beschäftigt sein.

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