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Ungeklärte Todesfälle: Tatverdächtige wurde zu Gutachten befragt

Die Tatverdächtige wurde in ihrer U-Haft in der Justizanstalt Krems mit dem belastenden Gutachten konfrontiert
Die Tatverdächtige wurde in ihrer U-Haft in der Justizanstalt Krems mit dem belastenden Gutachten konfrontiert ©APA
Die 51-Jährige Bogumila W., gegen die wegen zweier ungeklärter Todesfälle ermittelt wird, wurde nun von der Staatsanwaltschaft mit dem Ergebnis des Gutachtens konfrontiert, das sie schwer belastet. Sie bestreitet weiterhin, mit dem Tod der beiden Männer zu tun zu haben.
Mordanklage wahrscheinlich
Gutachten belastet W.
U-Haft verlängert

Der Fall um die ungeklärten Todesfälle setzt sich fort: Jene 51 Jahre alte Polin, die im Verdacht steht, zwei Männer vergiftet zu haben, ist seitens der Staatsanwaltschaft Krems erstmals mit jenem Gutachten konfrontiert worden, das besagt, dass der Wiener Herbert A. (68) und der Niederösterreicher Alois F. (62) jeweils “an den Folgen einer Vergiftung mit Arsen” gestorben sind.

Beschuldigte ersucht um Überprüfung von Gutachten

Die Befragung habe am Donnerstagnachmittag stattgefunden, teilte Rechtsanwalt Timo Gerersdorfer mit. Seine Mandantin bestreite nach wie vor, die Männer getötet zu haben. Sie könne sich das Gutachten bzw. dessen Ergebnis nicht erklären, so Gerersdorfer. Die Beschuldigte habe ihn überdies ersucht, jedenfalls die vorliegende Expertise überprüfen zu lassen. Er überlege nun, allenfalls einen Antrag auf Ergänzung oder auf ein zusätzliches Gutachten zu stellen, sagte der Anwalt.

Die Beschuldigte “verantwortet sich weiterhin nicht geständig”, teilte auch die Anklagebehörde in einer Aussendung mit. Die 51-Jährige stelle in den Raum, dass Alois F. durch die Einnahme von Medikamenten gestorben sei. Herbert A., der “noch viel alleine unterwegs war”, habe selbst als Ursache für seine Krankheiten vergifteten Wein oder eine genetische Veranlagung vermutet.

Mehr Klarheit über Todesfälle: “Offensichtlich zwei Ermordete”

Bei der seit Wochenbeginn vorliegenden Expertise handelt es sich um das Ergebnis der toxikologischen Untersuchungen nach den Anfang April erfolgten Exhumierungen der Männer. Laut dem Sachverständigen Christian Reiter erfolgte die “Zufuhr (von Arsen) jeweils über einen Zeitraum von mehreren Monaten”, so die Staatsanwaltschaft Krems. Das Gift sei “in den Nägeln und den Organen der Verstorbenen nachgewiesen” worden.

Das Gutachten Reiters bestätige, dass es “offensichtlich zwei Ermordete” gebe, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft weiter. Die Verdachtslage sei “relativ stark”. Die 51-jährige Polin befindet sich seit Ende März wegen der mysteriösen Todesfälle in U-Haft.

(apa/red)

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