Familientragödie in Hietzing - fünf Tote

Unfassbare Bluttat in Wien Hietzing: Ein 39-Jähriger soll seine Familie mit einer Axt getötet haben. Die Leichen seiner Frau, Tochter, Eltern und seines Schwiegervaters wurden in Wien, Linz und Ansfelden gefunden, nachdem er sich am Mittwochmorgen der Wiener Polizei gestellt hatte.

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Mit den Worten “In meiner Wohnung liegen meine tote Frau und mein totes Kind”, gestand der Mann die Tat um 3.20 Uhr in der Polizeinspektion Lainzer Straße. In seiner Wohnung in der Neue-Welt-Gasse fanden die Ermittler die beiden Leichen, die er laut Polizei mit einer Axt getötet haben dürfte. Die Leiche der Tochter wurde in einem begehbaren Schrank gefunden. Sie dürfte bereits Dienstag früh erschlagen worden sein. Der Mann gestand auch drei weitere Tötungen: In Oberösterreich wurden die Leichen seiner Eltern und die seines Schwiegervaters gefunden.
Der mutmaßliche Täter hatte einen sechsstelligen Euro-Betrag verspekuliert. Er wollte seiner Familie, von der er sich das Geld geliehen hatte, “Schmach ersparen”. Das erklärten Wiener Kriminalisten am Vormittag bei einer Pressekonferenz. Die Tatwaffe, eine Axt, sei im Auto des Mannes gefunden worden. Sie lag im Rucksack hinter dem Rücksitz.
Der 39-Jährige gab sich zunächst gefasst und zeigte keine Emotionen. Die Polizei geht trotzdem von Suizidgefahr aus, der mutmaßliche Fünffachmörder wird permanent überwacht. Am Vormittag war die Befragung durch Ermittler der Kriminaldirektion in Gang.
Bei dem Verdächtigen handelt es sich laut Sicherheitsdirektion Oberösterreich vermutlich um einen gebürtigen Linzer. Der Verdächtige hat Publizistik studiert und soll zuletzt als freier Berater gearbeitet haben. so Lißl. Die “äußerst brutalen” Attacken seien gezielt gegen den Kopf gerichtet worden. Man habe zwar mehrere Briefe mit Entschuldigungen gefunden, ein Motiv sei aber vorerst nicht zu erkennenl. Der Versuch des 39-Jährigen sich zu erhängen, sei gescheitert.
Foto: APA

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