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Unfall mit zwei lebensgefährlich Verletzten in Wien-Ottakring: Lenker kommt nicht vor Gericht

Am 10. September 2018 kam es zu dem Unfall.
Am 10. September 2018 kam es zu dem Unfall. ©APA/HANS PUNZ
Am 10. September 2018 kam es zu einem schweren Unfall in Wien-Ottakring. Der 18-jährige Verursache wird nun jedoch nicht vor Gericht gestellt.

Ein inzwischen 18 Jahre alter Bursch, der am 10. September 2018 in Wien-Ottakring mit seinem Pkw zwei Fußgänger am Gehsteig erfasst und lebensgefährlich verletzt hatte, wird nicht vor Gericht gestellt. Das Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung wurde von der Staatsanwaltschaft diversionell erledigt. Das gab eine Sprecherin der Anklagebehörde auf APA-Anfrage bekannt.

Mithilfe seines Rechtsvertreters Philipp Wolm wickelte der Bursch beim Verein Neustart einen Tatausgleich ab. Der 18-Jährige erklärte sich dabei bereit, sich eingehend mit den Unfallursachen auseinanderzusetzen, im Rahmen seiner Möglichkeiten Wiedergutmachung zu leisten und Maßnahmen zu treffen, um zukünftig im Straßenverkehr kein Sicherheitsrisiko mehr darzustellen. Der junge Mann gilt somit weiterhin als unbescholten.

Wien-Ottakring: Unfall mit zwei lebensgefährlich Verletzten

Die beiden Fußgänger – ein 29-jähriger Mann und seine 26 Jahre alte Freundin – waren am Weg zum Polizeikommissariat Ottakring und warteten an einer Kreuzung auf das Grünlicht. Der junge Pkw-Lenker – er war im Unfallzeitpunkt 17 Jahre alt – war auf der Wattgasse stadtauswärts unterwegs und sah zu spät, dass sich auf seiner Spur eine Fahrzeugkolonne gebildet hatte. Er verriss sein Auto, um einen Auffahrunfall zu vermeiden, geriet dabei auf den Gehsteig, stieß ein Verkehrsschild nieder und erfasste die beiden Passanten. Diese wurden gegen eine Auslagenscheibe geschleudert, der VW Golf krachte gegen die Hausmauer.

Beamte der gegenüberliegenden Polizeiinspektion wurden aufgrund eines lauten Knalls und des anschließenden Scherbenklirrens und Geschreis auf das Unfallgeschehen aufmerksam. Mehrere Beamte liefen sofort aus ihrer Dienststelle den Schwerverletzten zu Hilfe, die von einem Augenzeugen – einem pensionierten Chefarzt – bereits erstversorgt wurden. Der 29-Jährige erlitt Serienrippenbrüche, eine Kopfverletzung samt Hirnblutung und Schnittverletzungen an der Brust. Am rechten Oberarm wurde der Radialnerv durchtrennt, ebenso eine Sehne an der rechten Hand. Seine Freundin musste mit einem offenen Schlüsselbeinbruch, Kopf- und multiplen Schnittverletzungen – darunter die Durchtrennung eines Brustmuskels – und mehreren durchtrennten Nerven an der linken Hand im Spital behandelt werden. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus war das Paar wochenlang im Krankenstand.

Der Pkw-Lenker blieb bei dem Crash unverletzt, erlitt jedoch einen Schock. Er war nicht alkoholisiert und im Besitz eines gültigen Führerscheins.

(APA/Red)

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