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Undine - Kritik und Trailer zum Film

Christian Petzold gehört zu Deutschlands bekanntesten Regisseuren. In seinem neuen Film "Undine", der heuer noch vor den Coronasperren auf der Berlinale seine Weltpremiere feierte, greift er einen alten Mythos auf - die Geschichte der für ihre Partner tödlichen Wasserfrau Undine. In Petzolds Film wird sie von Paula Beer ("Transit") verkörpert. Sie spielt eine Berliner Historikerin, die sich nach einer gescheiterten Beziehung in einen Industrietaucher (Franz Rogowski) verliebt. Beer gewann für die Rolle den Silbernen Bären der Berlinale als beste Darstellerin.

Die Zusammenarbeit mit Regisseur Christian Petzold scheint Schauspielerinnen Erfolg zu bringen. In seinem neuen Film "Undine" spielt Paula Beer eine mysteriöse Historikerin, die sich in einen Industrietaucher verliebt. Angelehnt ist die Geschichte an einen alten Mythos. Und auf der diesjährigen Berlinale wurde Beer dafür als beste Darstellerin ausgezeichnet. Ab Mittwoch im Kino.

Undine - Kurzinhalt zum Film

In seinen Projekten lässt der 59-jährige Petzold oft verschwimmen, was noch Wirklichkeit und was schon Traum ist. So ist es auch im Liebesfilm "Undine". Beer spielt die gleichnamige Hauptfigur, die in einer Berliner Senatsverwaltung arbeitet. Mit Bluse und Bleistiftrock erklärt sie Touristen historische Stadtmodelle.

In der ersten Szene trifft sie ihren Freund in einem Cafe. Dass der sich gerade von ihr trennt, wird nicht ausgesprochen, sondern hinter knappen Dialogen versteckt. "Du musst doch was geahnt haben", sagt Johannes. "Du kannst nicht gehen", sagt Undine entschlossen. "Wenn du mich verlässt, dann muss ich dich töten. Das weißt du doch."

Die Todesdrohung stammt aus einem romantischen Nixenmythos: Männer können die schöne Undine aus einem Waldsee rufen, wenn sie sich nicht geliebt fühlen. Dann schenkt sie ihnen Liebe. Sollten die Männer sie aber betrügen, muss Undine ihnen das Leben nehmen und zurück ins Wasser steigen. Soweit die Erzählung.

Petzold allerdings nimmt das Ganze etwas auseinander, denn die Undine will für ihr Leben etwas anderes. Sie lernt den Industrietaucher Christoph (Franz Rogowski) kennen, deren Verbindung besiegelt wird, als ein Aquarium platzt. Es sind Szenen wie diese - durchkomponiert, unwirklich -, die den Film sehenswert machen.

Undine - Die Kritik

Gezeigt wird eine Frau, die sich gegen ihre Bestimmung stellt, aber ob das auch gelingt? Petzolds Film ist ruhig erzählt, mit Unterwasseraufnahmen und Bahnfahrten, mit langen Einstellungen und teils spröden Sätzen. Das Ganze gibt dem Film etwas Besonderes, aber man muss sich darauf einlassen.

Auf der Berlinale vermissten manche die gesellschaftliche Tiefe, die Petzold mit seinen Filmen oft schafft. Nebenher erzählt er etwa vom Zusammenleben und den Machtstrukturen in unserer Gesellschaft. In "Undine" kann man auf einer zweiten Ebene über Zeit und Geschichte, über Wiederholung und Neues nachdenken, etwa wenn Undine von der Rekonstruktion des alten Stadtschlosses spricht.

Mit an Träume erinnernden Bildern und knappen Dialogen erzählt Petzold vor allem von der Schwierigkeit zu erkennen, wann eine Liebe wirklich tief und rein ist. Man muss diese konstruierten Augenblicke mögen. Etwa, wenn Undine mit ihrem neuen Liebhaber durch Berlin läuft und dabei den alten mit seiner Neuen sieht. In diesem Moment, behauptet Christoph später, sei Undines Herz stehengeblieben.

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