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Umfrage zeigt: Österreicher sind während Coronakrise sparsamer geworden

Die Österreicher sind während der Coronakrise sparsamer geworden.
Die Österreicher sind während der Coronakrise sparsamer geworden. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Wie viel Geld haben die Österreicher 2019 gespart? Sind sie durch die Coronapandemie sparsamer geworden? Eine Online-Umfrage gibt Auskunft über das Sparverhalten der Österreicher.

Die letzte Oktoberwoche steht im Zeichen des Geldes. Klarna hat deshalb eine Umfrage durchgeführt, die sich mit dem Sparverhalten der Österreicher beschäftigt.

Männer sind sparsamer als Frauen

Durchschnittlich haben die Österreicher 2019 5.727 Euro gespart. Dabei lässt sich feststellen, dass Männer (7.032 Euro) tendenziell in der Lage sind, mehr Geld zu sparen als Frauen (4.264 Euro). Das lässt Rückschlüsse auf den Gender Pay Gap zu, der sich auf das Sparverhalten auswirkt. Ebenfalls markant ist das Stadt-Landgefälle beim Sparen: Während in Ballungsräumen durchschnittlich 4.817 Euro gespart werden, liegt dieser Wert am Land mit 7.374 Euro deutlich höher.

5.285 Euro haben Menschen im Alter zwischen 16 und 24 im Schnitt im vergangenen Jahr auf die Seite gelegt. Mit einem Durchschnitt von 5.404 Euro folgen Personen zwischen 25 und 34 Jahren. Das meiste Geld legt die Altersgruppe 45+ an, nämlich im Durchschnitt 8.814 Euro.

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Steirer in Österreich am sparsamsten

Interessant ist auch der Bundesländervergleich: Mit Abstand am meisten legen in Österreich mit 9.899 Euro im Durchschnitt die Steirer zur Seite, gefolgt von Kärnten (7.413 Euro), Oberösterreich (6941 Euro) und Salzburg (6500 Euro). Im Mittelfeld bewegen sich Vorarlberg (5.083 Euro) und Wien (4.914 Euro), das letzte Drittel belegen das Burgenland (3.940 Euro), Niederösterreich (3.831 Euro) und Tirol (2.863 Euro).

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Niederösterreich und das Burgenland liegen beim durchschnittlichen Bruttojahreseinkommen aber eigentlich im Spitzenfeld, so wie auch die Kärtner. Das legt den Schluss nahe, dass in Südösterreich tatsächlich konsequenter Geld zur Seite gelegt wird, als anderswo in Österreich.  

60 % der Österreicher während Corona-Krise sparsamer geworden

Menschen zwischen 16 und 24 Jahren sietzten sich mit der Altersvorsoge noch wenig auseinander. Mehr als die Hälfte der jüngeren Befragten (57%) gibt an, dass die Vorsorge fürs Alter noch Zeit habe. Dennoch ist für einen Großteil, nämlich vier von fünf Österreichern (80%), Sparen der beste Weg, sich finanziell abzusichern.

Rund 60 Prozent der Österreicher gaben an, während der Corona-Pandemie sparsamer geworden zu sein. Dies trifft noch stärker auf ältere Leute zu: 66% und damit zwei Drittel der über 45-Jährigen stimmen hier zu. Auch externe Daten zeigen, wie stark sich die Corona Pandemie auf das Sparverhalten auswirkt. Laut einer aktuellen Prognose der österreichischen Nationalbank steigt die Sparquote 2020 hierzulande von 8,3 auf 13,4% des verfügbaren Haushalt-Nettoeinkommens. Ein gewaltiger Anstieg, wenn man bedenkt, dass die Sparquote in Österreich seit 2013 nie über 8 Prozent lag.

Sparbuch bei den Österreichern am beliebtesten

56% der Österreicher nutzen zum Sparen entweder das Sparbuch (41%) oder dessen digitale Version das Sparkonto (15%).
Gerade unter den Befragten bis 24 Jahre ist das Sparbuch weit voran die häufigste Form der Geldanlage (42%), sogar beliebter als bei der Altersgruppe 45+ (33%).

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Nach dem Sparbuch schaffen es noch der Bausparvertrag (37%) und die Lebensversicherung (32%) auf das Podest der beliebtesten Sparformen. Nach wie vor ist Österreich nicht unbedingt das Land der Aktionäre, denn lediglich 12% der bundesweit Befragten haben angegeben, Teile ihres Geldes im vergangenen Jahr in Aktien angelegt zu haben. 15% der Befragten geben an, im vergangenen Jahr kein Geld angelegt zu haben. In Deutschland gaben bei der gleichen Studie 26 Prozent der Befragten an, kein Geld angelegt zu haben.

Was Österreicher mit 5.000 Euro tun würden

Die Österreicher ziehen das Sparen dem Konsum vor. Das zeigt auch ein fiktives Szenario, mit dem die Befragten konfrontiert wurden: Wie würdest du 5.000 Euro investieren, die du zur freien Verfügung hättest? Die Mehrheit würde den größten Anteil der Summe sparen. Durchschnittlich 1.962 Euro würden österreichweit auf den Sparbüchern landen. Aktien und Investmentfonds/ETFs (799 Euro), Reisen (784 Euro) und Shopping (683 Euro) landen auf den weiteren Plätzen.

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Um sorgenfrei leben zu können, brauchen Österreicher 2.339 netto pro Monat. Männer (2.477 Euro) gaben dabei um 263 Euro mehr an als Frauen (2.214 Euro). Den größten Unterschied gibt es bei dieser Fragestellung zwischen 16-24-Jährigen (1.847 Euro) und 45+ Jährigen (2506 Euro), was auf den gestiegenen Lebensstandard im Alter zurückgeführt werden kann.

(Red)

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