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Umfrage zeigt: Corona bringt Abkehr von Bargeld

Noch immer bevorzugen 57 Prozent Scheine und Münzen beim Zahlen.
Noch immer bevorzugen 57 Prozent Scheine und Münzen beim Zahlen. ©pixabay.com (Sujet)
Eine Umfrage hat gezeigt, dass die Coronakrise die Abkehr vom Bargeld in Europa beschleundigt. Sogar in Österreich - obwohl diese sehr am Bargeld hängen.

Die Coronakrise hat einer Online-Befragung des Unternehmensberaters PwC Strategy& zufolge die Abkehr vom Bargeld in Europa beschleunigt. Sogar die Österreicher, die sehr am Bargeld hängen, zücken etwas öfter die Karte. Im Vergleich zu Bürgern aus neun anderen untersuchten Ländern sind die Österreicher aber nach wie vor die größten Fans von Scheinen und Münzen.

57 Prozent der Österreicher bevorzugen beim Einkaufen Cash

Nach wie vor bevorzugen 57 Prozent der Österreicher beim Einkaufen und Bezahlen von Dienstleistungen Bares, knapp gefolgt von den Deutschen (56 Prozent). Im Jahr 2018 waren es in beiden Ländern noch 61 Prozent. In Europa beträgt dieser Wert nur mehr 36 Prozent, nach 43 Prozent zwei Jahre davor. Am anderen Ende der Skala liegt Schweden, wo zum Zeitpunkt der Befragung im August und September 2020 nur mehr 15 Prozent der Befragten Cash als liebstes Zahlungsmittel angaben. In den Niederlanden und in Frankreich bevorzugt auch nur mehr etwa jeder Fünfte Bargeld.

Während 44 Prozent der insgesamt 3.500 Umfrageteilnehmer aus 12 Ländern sagten, sie zahlten infolge der Krise nun öfter mit Karte, machen 15 Prozent genau das Gegenteil: sie zahlen öfter bar. 9 Prozent verwenden öfter das Handy zum Zahlen.

Gründe für Bargeld-Liebe haben sich verändert

In Österreich bezahlen laut heuriger Umfrage mehr Personen, 27 Prozent, lieber bar, um ihre Ausgaben besser im Auge zu behalten (2018: 24 Prozent). Auch sonst haben sich die Gründe für die Bargeldliebe in Österreich verändert, so PwC Strategy& in der am Montag veröffentlichten Untersuchung. Nur mehr 35 Prozent der Österreicher sagen aktuell, Bargeld sei die oft einzig akzeptierte Zahlungsmethode, vor zwei Jahren waren es noch 41 Prozent. Auch Bequemlichkeitsgründe (23 nach 32 Prozent) und Sicherheitsbedenken (18 nach 21 Prozent) werden nicht mehr so häufig als Gründe fürs Barzahlen genannt.

(APA/Red)

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