Umar Israilov wurde 2007 wegen Schlepperei angezeigt

Der am 13. Jänner in Wien ermordete 27-jährige Tschetschene ist 2007 in Niederösterreich wegen des Verdachts auf Schlepperei angezeigt worden, das Verfahren wurde jedoch eingestellt.

“Richtig ist, dass bei der Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen einen Umar Israilov, geboren 1981, wegen Schlepperei anhängig war”, bestätigte Staatsanwaltsschaftsprecher Friedrich Köhl in Korneuburg einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins “News”.

Der Mann sei von der Grenzpolizei Hohenau am 1. Oktober 2007 angezeigt worden und wurde nicht in Untersuchungshaft genommen, so Köhl. Am 14. März 2008 sei das Verfahren eingestellt worden. Nähere Informationen seien im Register nicht mehr ersichtlich. Laut “News” wurde Umar Israilov im Zug “Chopin-Express” aus Warschau kommend bei einer Schleierfahndung festgenommen.

Das Nachrichtenmagazin berichtet in seiner aktuellen Ausgabe weiters von “ausgezeichneten” Kontakten des russischen Nachrichtendienste zu österreichischen Sicherheitsbehörden. Im Jahr 2004 sei ein als Tschetschenen-Experte bekannter Geheimdienstler für mehrere Monate im Bundesamt für Verfassungsschutz (BVT) tätig gewesen, so “News”. Im selben Jahr habe der Verfassungsschutzbericht berichtet, dass Russlands Geheimdienst mit nachrichtendienstlichen Mitteln versucht habe, Informationen über in Österreich aufhältige Tschetschenen zu gewinnen.

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