AA

Ukraine-Krieg: Friedensgebete in Wien und Salzburg

Friedensgebet für die Ukraine im Wiener Stephansdom.
Friedensgebet für die Ukraine im Wiener Stephansdom. ©APA/GEORG HOCHMUTH (Symbolbild)
Am Samstag, dem zweiten Jahrestag der russischen Invasion in der Ukraine, werden im Wiener Stephansdom und im Dom in Salzburg ökumenische Friedensgebete abgehalten. Bereits am Donnerstag findet ein Lichtermeer der Caritas am Wiener Stephansplatz statt.
Konzert und Lesung in Wien zum Jahrestag des Ukraine-Kriegs
Zwei Jahre Ukraine-Krieg: Wichtige Fragen und Antworten

Als "wichtiges Zeichen für unsere gemeinsamen Werte wie Frieden, Solidarität und Einheit", bezeichnete Kardinal Christoph Schönborn laut Kathpress den Gottesdienst in Wien am 24. Februar um 17 Uhr, bei dem Vertreterinnen und Vertreter verschiedener christlicher Konfessionen Gebete sprechen und Kerzen entzündet werden. Das Friedensgebet im Salzburger Dom, das einen vom Ukrainischen Zentrum Salzburg organisierten Aktionstag abschließt, beginnt am Samstag um 18 Uhr.

Auch Vertreter aus Politik und Diplomatie bei Friedensgebet in Wien

Für die Feier im Wiener Stephansdom haben neben Kardinal Schönborn auch der päpstliche Gesandte in Österreich, Nuntius Erzbischof Pedro Lopez, der evangelische Bischof Michael Chalupka, der armenisch-apostolische Bischof und Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, Tiran Petrosyan, sowie Chorepiskopus Emanuel Aydin von der Syrisch-Orthodoxen Kirche ihre Teilnahme angekündigt.

Auch Vertreter aus Politik und Diplomatie werden erwartet, unter ihnen etwa der ukrainische Botschafter in Österreich, Wassyl Chymynez, wie der Wiener Ostkirchen-Generalvikar, der ukrainisch-katholische Geistliche Jurij Kolassa, der Nachrichtenagentur Kathpress (Mittwoch) auf Anfrage mitteilte. Musikalisch mitgestaltet wird der Gottesdienst vom Jugendchor der ukrainischen griechisch-katholischen Zentralpfarre St. Barbara in Wien, von der zahlreiche Gläubige bei dem Gottesdienst teilnehmen werden.

Schönborn: Russischer Angriff auf Ukraine "fundamentaler Bruch des Völkerrechts"

"Der Angriffskrieg Russlands gegen die freie und souveräne Ukraine ist ein fundamentaler Bruch des Völkerrechts", betonte Kardinal Schönborn in einem Einladungsschreiben an die Vertreterinnen und Vertreter der christlichen Kirchen. Seit dem Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 steige die Zahl der Toten und Verwundeten in die Hunderttausende, Millionen Menschen seien vertrieben worden oder geflüchtet. Krieg sei immer ein Ernstfall für den persönlichen Glauben: "Die Kirchen und die Gläubigen stehen in der Pflicht, sich als Friedensstifter zu bewähren. Dazu zählt auch das beharrliche gemeinsame Gebet", so der Wiener Erzbischof.

Aktion der ukrainischen Diaspora am Samstag in Wien

Die ukrainische Diaspora präsentiert am Samstag am Stephansplatz, die Aktion "Zwei Welten Europas". Im Rahmen dieser Veranstaltung wird ein durch Raketenangriffe beschädigter Rettungswagen ausgestellt, ein symbolträchtiges Geschenk der Initiative "Ukraine is calling", die sich zum Ziel gesetzt hat, 112 Rettungswagen für die Ukraine zu sammeln. Ein weiterer Teil der Aktion umfasst die Installation eines zerstörten Hauses, das die Zerstörung der Wohnhäuser in Mariupol repräsentiert. Organisiert wird die Aktion "Zwei Welten Europas" von Unlimited Democracy in Zusammenarbeit mit Youkraine, Space for Ukraine und der Paneuropabewegung Österreich. Die Veranstaltung wird um 18:00 Uhr mit einer Kerzenzeremonie auf dem Stephansplatz, im Anschluss an die Heilige Messe um 17:00 Uhr im Stephansdom, ihren Höhepunkt finden.

Salzburger Erzbischof: Auch die Kleinsten bleiben vor Russlands Überfall nicht verschont

"Wir dürfen uns an das furchtbare Leid, die Zerstörung und den Tod nicht gewöhnen", betonte der Salzburger Erzbischof Franz Lackner, in der Einladung zu dem ökumenischen Friedensgebet im Salzburger Dom am Samstag (18 Uhr). Von dem "grausamen und verbrecherischen Überfall Russlands auf die Ukraine" bleibe niemand verschont, besonders nicht die Kleinsten, Ärmsten und Schwächsten, so der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz. "Helfen wir, wo wir können, beten wir gemeinsam für den Frieden, den dieses uns so nahe Land so sehnsüchtig erwartet", rief Lackner auf.

Das Friedensgebet ist Teil eines vom Ukrainischen Zentrum Salzburg veranstalteten Aktionstags, den der Pfarrer der ukrainischen Griechisch-Katholischen Gemeinde St. Markus in Salzburg, Witali Mykytyn, mitorganisiert. Bereits ab 15 Uhr gibt es einen Umzug für den Frieden in der Ukraine vom Mirabellplatz zum Alten Markt, wo um 15.45 Uhr eine Kundgebung stattfinden wird. Um 18 Uhr werden dann Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen in Salzburg gemeinsam mit Generalvikar Roland Rasser, der Erzbischof Lackner vertritt, im Dom für den Frieden beten.

Lichtermeer der Caritas am Wiener Stephansplatz am Donnerstag

Bereits am Donnerstag (22. Februar, 17 Uhr) lädt die Caritas in Wien zu einem Lichtermeer für die Millionen von Kindern, die vom Krieg in der Ukraine betroffen sind, ein. Mehr als 5.000 Kerzen sollen laut der Hilfsorganisation auf dem Stephansplatz entzündet werden, verbunden mit dem Appell, die Unterstützung für die Menschen in der Ukraine aufrechtzuerhalten. Die Caritas-Hilfe in der Ukraine habe seit Ausbruch des Kriegs mehr als vier Millionen Menschen erreicht, hieß es in einer Aussendung. "Diese Hilfe wärmt, sie macht satt und gibt Kindern ein Dach über dem Kopf", rief die kirchliche Hilfsorganisation zu weiterer Solidarität der Österreicherinnen und Österreicher auf.

Zum Lichtermeer kündigte die Caritas kurze Reden an, u.a. vom ukrainischen Botschafter Chymynez, Caritas-Europa-Präsident Michael Landau, sowie vom Zentralpfarrer der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Pfarre St. Barbara, Taras Chagala. Ebenfalls zu Wort melden werden sich die beiden Wiener Caritasdirektoren Klaus Schwertner und Alexander Bodmann sowie Eva Czermak und Olga Chertilina, die bei Caritas Österreich internationale Hilfsprogramme verantworten.

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Ukraine-Krieg: Friedensgebete in Wien und Salzburg
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen