Ukraine: Anzeichen für Kriegsverbrechen dokumentiert

Ukraine: UN-Büro für Menschenrechte konnte Anzeichen für Kriegsverbrechen dokumentieren.
Ukraine: UN-Büro für Menschenrechte konnte Anzeichen für Kriegsverbrechen dokumentieren. ©REUTERS/Denis Balibouse (Symbolbild)
Was ist bisher in der Ukraine vorgefallen? Das UN-Büro für Menschenrechte hat klare Anzeichen für russische Kriegsverbrechen in dem Land dokumentiert.
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Eine abschließende Beurteilung sei aber bisher nicht möglich, sagte die Leiterin des Ukraine-Büros, Matilda Bogner am Freitag bei einem UN-Briefing in Genf. Geprüft würden Berichte, wonach russisches Militär Flüchtende in Autos oder bei Demonstrationen erschossen hätte. Unter anderem hätten Mitarbeiter auch den Einsatz von Streumunition festgestellt.

Russland wies Anschuldigungen von Ukraine zurück

Das Büro prüfe auch Berichte über den Einsatz von Phosphormunition. Solche Brandbomben entzünden sich durch Kontakt mit Sauerstoff und richten verheerende Schäden an. Der Einsatz von Phosphorbomben ist verboten. Russland wies die Anschuldigungen des ukrainischen Präsidenten Wolodomyr Selenskyj zurück, am Donnerstag Phosphorbomben eingesetzt zu haben, die sowohl Erwachsene als auch Kinder getötet hätten. "Russland hat noch nie die internationalen Konventionen verletzt", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag.

Einsatz von Streumunition auf ukrainischer Seite?

Auch auf ukrainischer Seite soll nach Berichten Streumunition eingesetzt worden sein, und es gebe Berichte über wahllosen Beschuss von Separatistengebieten. In zwei Fällen sollen Menschen wegen angeblich prorussischer Haltung getötet worden sein. Diese Berichte würden noch geprüft.

Das Ausmaß der zivilen Opfer und der Zerstörung von zivilen Objekten deutet Bogner zufolge stark darauf hin, dass verschiedene Prinzipien verletzt wurden: Das Verbot wahlloser Angriffe, das Prinzip, zwischen militärischen und zivilen Zielen zu unterscheiden, ebenso wie die Vorgabe, dass möglichst Vorkehrungen für den Schutz von Zivilisten geschaffen werden und die Maßnahmen verhältnismäßig sein müssten.

(APA/Red)

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