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Über Feiertage keine Corona-Impfungen in Pflegeheimen

Über die Feiertage wurden keine Impfungen an Pflege- und Altenheimen durchgeführt.
Über die Feiertage wurden keine Impfungen an Pflege- und Altenheimen durchgeführt. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Rund 6.000 Personen wurden in Österreich bisher gegen das Coronavirus geimpft. Über die Feiertage wurden keine Impfungen in Alten- und Pflegeheimen durchgeführt.

Die Zahl der bisherigen Corona-Impfungen in Österreich ist am Montag weiterhin bei rund 6.000 Personen gelegen. Diesen Wert hatte das Gesundheitsministerium bereits am 30. Dezember genannt. "Über die Feiertage hat diese Impfung in den Alten- und Pflegeheimen nicht stattgefunden", sagte der Sonderbeauftragte des Ministeriums, Clemens Martin Auer, am Montag im Ö1-"Mittagsjournal". Die weiteren bisher gelieferten Dosen sollen ab kommender Woche "flächendeckend" verimpft werden.

Keine aktuellen Impfdaten verfügbar

Ob und wie viele Personen außerhalb von Alters- und Pflegeheimen seit dem Silvestertag in Österreich gegen das Coronavirus geimpft wurden, war unklar. Bis zum Silvestertag seien in den Heimen 6.000 Menschen geimpft worden, erläuterte Auer. Alles andere könne er "aus Aktualitätsgründen nicht sagen".

Laut Ö1 sind bisher rund 63.000 Dosen des Pfizer/Biontech-Impfstoffs in Österreich angekommen, 63.000 weitere sollen bis Ende dieser Woche hinzukommen. Diese mehr als 100.000 Dosen "werden ab nächster Woche flächendeckend - und nicht nur punktuell - in über 900 Pflegeheimen und Covid-Stationen in diesem Land verimpft", betonte Auer. Dafür brauche es "eine kritische Größe von Dosen".

Impfung als "große Chance, die Pandemie wirkungsvoll zu bekämpfen"

"Die Bevölkerung in Österreich soll möglichst schnell die Möglichkeit bekommen, geimpft zu werden", forderte Harald Mayer, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) am Montagnachmittag in einer Aussendung. "Das ist die große Chance, die Pandemie wirkungsvoll zu bekämpfen und wieder zur Normalität zurückzukehren." Verwundert zeigt er sich, dass bisher noch kein konkreter, transparenter Impfplan vorliegt. "Jetzt erst darüber zu diskutieren, wer wann geimpft wird und wie die Risikogruppen definiert werden, ist reichlich spät", merkte er an.

Auch die Präsidentin der Ärztekammer für Kärnten, Petra Preiss, hatte im Ö1-"Mittagsjournal" den verzögerten Impfstart in Österreich scharf kritisiert. "Wir haben keinen adäquaten Pandemieplan, keinen Plan für Massenimpfungen, das ist alles in den letzten Wochen frisch erfunden worden und das ist das Jämmerliche", sagte sie. "Ich bin froh, dass wir die Menschen haben, die das tun, aber dass wir es tun müssen, ist erbärmlich."

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(APA/Red)

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