Über 3.000 Jahre alte ägyptische Kunst in Israel entdeckt

Im Süden Israels sind mehr als 3.000 Jahre alte Kunst- und Gebrauchsgegenstände der damaligen ägyptischen Hochkultur entdeckt worden. Die Ausgrabungen förderten neben über 300 Tongefäßen auch Schmuck, kleine Figuren und Amulette zutage. Aus diesen lasse sich schließen, dass die ägyptische Präsenz in der Region über 3.400 Jahre zurückreiche, teilte die Behörde mit.


Unter den hunderten Fundstücken seien dutzende Abbildungen von Symbolen, die aus der Bronze- und Eisenzeit stammen, teilte die israelische Behörde für Antiquitäten am Mittwoch mit. Amir Ganor, der die Ausgrabungen in einer Höhle nahe des Kibbuz Lahaw leitete, stellte den Fund vor Journalisten in Jerusalem vor: “Die Israeliten haben Ägypten verlassen, doch auch Jahre nach ihrem Exodus hat sie der ägyptische Einfluss nicht verlassen”, sagte Ganor und spielte damit auf den im Alten Testament geschilderten Auszug der Zwölf Stämme Israels aus Ägpyten an. Dieser datiert nach jüdischer Überlieferung auf das 12. Jahrhundert vor Christus.

Während sich Archäologen der Präsenz der alten Ägypter im jetzigen Fundgebiet nördlich der Negev-Wüste bereits bewusst waren, zeigte eine weitere kürzliche Entdeckung, dass diese auch noch weiter nördlich Spuren hinterließen. Auf einer Baustelle bei Tel Aviv fanden sich Teile über 5.000 Jahre alter Gefäße, die zur Herstellung von Bier genutzt wurden.

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