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UCP verkauft sms.at und uboot.com

Der österreichische Telekomsoftwareentwickler ucp konzentriert sich auf das Geschäft mit Softwarelösungen und Services für Handynetzbetreiber und trennt sich von den beiden Endkunden-Webportalen uboot.com und sms.at.

Der Markt mit mobilen Unterhaltungs-Downloads wie
Klingeltönen, Logos und Bildtextnachrichten (MMS) boomt. Der
österreichische Telekomsoftwareentwickler ucp (Universal Communication
Plattform) konzentriert sich daher künftig ausschließlich auf das
Geschäft mit Softwarelösungen und Services für Handynetzbetreiber und
trennt sich von den beiden Endkunden-Webportalen uboot.com und sms.at,
sagte ucp-Chef Christian Lutz am Freitag im Gespräch mit der APA.

uboot.com sei mit seinen 20 Mitarbeitern bereits an österreichischen und
Schweizer Privatinvestoren verkauft worden, für den Verkauf der
Plattform sms.at, die heuer mit 17 Mitarbeitern einen Umsatz von 5 Mio.
Euro und ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) von 852.000 Euro erzielen wird, sei man mit potenziellen
Käufern aus dem In- und Ausland in Endverhandlungen, berichtete Lutz.
Der Verkauf von sms.at und uboot erfolge “zu einem strategisch guten
Zeitpunkt, wo sich die nachhaltige Erlöskraft der Web-Portale bewiesen
hat”, meint Lutz.

Auch bei der ucp selbst gibt es gesellschaftsrechtliche Veränderungen:
Die ucp-Holding im Schweizer Lugano wurde aufgelöst und als AG mit Sitz
in Wien neu gegründet. Außerdem soll der 47,9-prozentige Anteil der
T-Mobile an ucp noch heuer auf eine “kleine strategische Beteiligung”
reduziert werden: “Wir werden voraussichtlich noch im Oktober damit auf
den Kapitalmarkt gehen”, so Lutz. Damit will sich ucp auch anderen
Netzbetreibern neben T-Mobile öffnen. “Wir hoffen auf Aufträge von
tele.ring und One”. Die restlichen Anteile an ucp gehören dem
Risikokapitalgeber march.fifteen (10,7 Prozent) sowie Firmengründern und
Mitarbeitern (41,4 Prozent).

Die 1999 gegründete ucp wird mit 60 Mitarbeitern – 25 werden im
Softwareentwicklungszentrum im Vorarlberger Lauterach beschäftigt – im
zweiten Halbjahr 2003 ein positives EBITDA erzielen, kündigte Lutz an.
Das Betriebsergebnis (EBIT) soll 2004 bereits positiv sein. Der Umsatz,
der heuer auf mehr als 7 Mio. Euro verdoppelt wird, werde auf 9 bis 10
Mio. Euro steigen. Die Geschäftsführung der neuen ucp AG in Wien teilen
sich Lutz und Franz Jachim, im Aufsichtsrat sitzt u.a. Ex-One-und
Telefonica-Manager Lars Reichelt.

Der Markt mit mobilen Entertainment-Downloads wächst im Monat um 15 bis
30 Prozent, berichtet Lutz. In Österreich würden täglich 10 Mio. SMS
verschickt, bei MMS seien es noch wenige Tausend. “MMS steht noch vor
dem Durchbruch, den wir im Herbst 2004 erwarten”. Bei Klingeltönen,
Logos und Bildschirmschonern (Screensavern) gebe es hier zu Lande
bereits 1 Mio. Downloads pro Monat.

ucp erwirtschaftet nur 10 Prozent des Umsatzes in Österreich, der Rest
entfällt auf England, Deutschland, die USA, Tschechien, die Niederlande,
Kroatien und die Schweiz. Die Kernprodukte der internationalen
Softwareschmiede sind das Media Download Center, die Media Messaging
Solutions, der Message Router und der Mobile Marketer. Zu den Kunden
zählen T-Mobile, Swisscom Mobile, Cable&Wireless, Hutchison Austria und
der US-Handyhersteller Danger. In acht Ländern nutzen bereits mehr als
45 Mio. Endkunden die Softwarelösungen von ucp.

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