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Übler Beigeschmack

Michael Schumacher gewann den Grand-Prix von Österreich auf dem A1-Ring in Spielberg. Der Sieg wurde ihm allerdings von seinem Teamkollegen Barrichello geschenkt. |

Im fünften Anlauf hat es Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher dank einer umstrittenen Teamorder endlich geschafft. Der 33-jährige Deutsche gewann am Sonntag im Ferrari den Grand-Prix von Österreich auf dem A1-Ring in Spielberg und baute mit seinem fünften Sieg im sechsten Saisonlauf seine WM-Führung auf den kolumbianischen Williams-BMW-Piloten Juan Pablo Montoya auf 27 Punkte aus. Damit hat “Schumi” nun auf allen aktuellen Rennstrecken zumindest ein Mal gewonnen.

Freude kam beim überlegenen Spitzenreiter allerdings keine auf, wurde ihm doch der Premieren-Triumph in der Steiermark von seinem Teamkollegen Rubens Barrichello geschenkt und dieser Ferrari-Befehl mit einem gellenden Pfeifkonzert und gesenkten Daumen von den mehr als 85.000 Zuschauern quittiert. Barrichello hätte einen souveränen Start-Ziel-Sieg gefeiert, wurde aber per Teamorder dazu aufgefordert, den WM-Spitzenreiter in der Endphase überholen zu lassen. Erst unmittelbar vor der Ziellinie fand das entscheidende Manöver statt. Bei der Siegerehrung und anschließenden Pressekonferenz stand bzw. saß deshalb der Brasilianer auf der Mittelposition des Triumphators.

Hinter Barrichello landeten die Williams-BMW von Montoya und Ralf Schumacher auf den Plätzen drei und vier. Fünfter wurde Giancarlo Fisichella im Jordan-Honda, während der schottische Vorjahrssieger David Coulthard im McLaren-Mercedes nicht über Rang sechs hinauskam.

Die “Rote Göttin” F2002 war vom Start weg unantastbar. Die Ferrari-Demonstration wurde jedoch jäh gestoppt, als Olivier Panis mit seinem BAR-Honda in Runde 24 gefährlich auf der Strecke liegen blieb und deshalb das Safety-Car auf die Strecke musste. Nur wenige Sekunden nachdem diese Neutralisation beendet wurde, musste das Pace-Car in der 28. Runde schon wieder auf die Strecke: Heidfeld war nach einem Verbremser mit anschließenden Dreher in der Remus-Kurve mit dem Heck in die Seite des Jordan-Honda von Takuma Sato gekracht. Heidfeld entstieg seinem Boliden bis auf eine Beinprellung unverletzt, auch der Japaner ist bei dem Horrorcrash wie durch ein Wunder ebenfalls ohne schwere Verletzung davongekommen.

Ergebnisse:

1. Michael
Schumacher
GER Ferrari 1:33:51,562
2. Rubens Barrichello BRA Ferrari + 0,182
3. Juan
Pablo Montoya
COL Williams 17,730
4. Ralf Schumacher GER Williams 18,448
5. Giancarlo
Fisichella
ITA Jordan 49,965
6. David Coulthard GBR McLaren 50,672
7. Jenson
Button
GBR Renault 51,229
8. Mika Salo FIN Toyota 1:09,425
9. Allan
McNish
GBR Toyota 1:09,718
10. Jacques Villeneuve CAN BAR 1 Runde
11. Heinz-Harald Frentzen GER Arrows 2 Runden
12. Mark Webber AUS Minardi 2 Runden

Das Rennen im Zeitraffer:

1. Runde: „Pole-Mann“ Rubens Barrichello führt vor seinem Ferrari- Teamkollegen Michael Schumacher sowie Sauber-Pilot Nick Heidfeld, der den besten Start erwischt, und die Williams von Ralf Schumacher sowie Juan Pablo Montoya überholt.
2. Runde: Ralf Schumacher und Montoya überholen Heidfeld, der sich verbremst.
5. Runde: Mc-Laren-Pilot Kimi Räikkönen scheidet mit einem Motorschaden aus.
6. Runde: Barrichello und Michael Schumacher liegen bereits zehn Sekunden vor den ersten Verfolgern.
15. Runde: Die beiden Ferraris liegen bereits 20 Sekunden vor den Williams und überrunden bereits den ersten Gegner.
20. Runde: Barrichello wird von Michael Schumacher derart gejagt, dass er fast konstant unter der 70-Sekunden-Marke pro Runde bleibt, um seine Spitzenposition erfolgreich zu verteidigen.
21. Runde: Ralf Schumacher liegt bereits 30 Sekunden hinter den beiden Ferraris.
24. Runde: Panis bleibt mit seinem BAR-Honda auf der Strecke liegen, weshalb das Safety-Car auf die Strecke kommt. Die beiden auf eine Zwei-Stopp-Strategie ausgerichteten Ferraris reagieren am schnellsten und kommen gleichzeitig sofort zum Reifenwechseln und Nachtanken an die Box. Barrichello bleibt an der Spitze, Michael Schumacher, der sofort nach seinem Teamkollegen abgefertigt wird, büßt nur einen Platz ein und ist hinter seinem Bruder Ralf Dritter. Das Feld rückt wegen der Safety-Car-Phase eng zusammen.
27. Runde: Das Safety-Car geht von der Strecke, muss aber gleich wieder ausrücken, da Heidfeld in der 28. Runde nach einem Verbremser mit anschließenden Dreher in der Remus-Kurve mit dem Heck in die Seite des Jordan-Honda von Takuma Sato kracht. Heidfeld entsteigt seinem Boliden bis auf eine Beinprellung unverletzt, während der Japaner im Auto bleibt und auf die heran eilenden Mediziner wartet.
32. Runde: Sato wird aus dem Auto geborgen und zwei Runden später mit der Ambulanz abtransportiert.
36. Runde: Die Safety-Car-Phase wird beendet.
47. Runde: Ralf Schumacher kommt an die Box, wodurch sein Bruder Michael wieder Zweiter hinter Barrichello ist.
51. Runde: Montoya wird in 7,2 Sekunden abgefertigt und bleibt damit vor seinem Teamkollegen Ralf Schumacher.
55. Runde: Der Rettungshubschrauber fliegt ab, um Sato, der laut erster Diagnose den Unfall ohne schwere Verletzung überstanden hat, zur genauen Untersuchung ins Krankenhaus zu bringen.
58. Runde: Die beiden Ferraris haben wieder einen Polster von mindestens 35 Sekunden auf die ersten Verfolger.
62. Runde: Barrichello, der etwas mehr als vier Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen hat, wird beim zweiten Boxenstopp in 6,2 Sekunden abgefertigt.
63. Runde: Schumacher benötigt 6,4 Sekunden und liegt damit wieder 4,1 Sekunden hinter Barrichello an der zweiten Stelle.
71. und letzte Runde: Unmittelbar vor der Ziellinie lässt Barrichello seinen Teamkollegen passieren, womit Michael Schumacher im fünften Anlauf erstmals den Grand Prix von Österreich gewinnt. Damit hat der Deutsche nun auf allen aktuellen Rennstrecken zumindest einen Triumph gefeiert. Hinter den überlegenen Ferraris landen die Williams von Montoya und Ralf Schumacher auf den Rängen drei und vier. Die Ferrari-Teamorder wird mit einem gellenden Pfeifkonzert der Zuschauer quittiert. Fünfter wird der Italiener Giancarlo Fisichella im Jordan-Honda, während der schottische Vorjahrssieger David Coulthard (McLaren-Mercedes) nicht über Rang sechs hinauskommt.

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