U-Bahn-Sprung: Kein Hinweis auf Motiv

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Jener 26 Jahre alte PKW-Lenker, der am Sonntagabend nach einem Unfall vor die U1 sprang, liegt derzeit im künstlichen Tiefschlaf. Die Polizei prüfte mögliche Fluchtmotive, konnte jedoch nichts Relevantes finden.

Ein 26 Jahre alter Pkw-Lenker ist am späten Sonntagabend nach einem Verkehrsunfall auf der Reichsbrücke in Wien davongelaufen und mehrere Meter tief auf den Gleiskörper der U-Bahn gesprungen, wo er von einem Zug erfasst und schwerst verletzt wurde. Sein um ein Jahr älterer Beifahrer rannte zunächst ebenfalls davon, kehrte dann aber zur Unfallstelle zurück und musste ebenfalls in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Die beiden jungen Männer haben nach Angaben der Polizei möglicherweise im Schock gehandelt. Der 26-Jährige befindet sich nach einer mehrere Stunden dauernden Operation im Lorenz Böhler-Krankenhaus im künstlichen Tiefschlaf. Der Zustand des Patienten sei stabil, sagte der stellvertretende ärztliche Direktor des Spitals, Dr. Andreas Greslehner. Dalbir S. erlitt laut Polizei schwere Kopfverletzungen. Nach Angaben Greslehners mussten bei dem Mann unter anderem noch ein offener Ellbogenbruch, ein Oberschenkelbruch und eine Lungenquetschung versorgt werden. Der Patient werde voraussichtlich in drei bis vier Tagen aus dem Tiefschlaf geholt.

Die beiden indischstämmigen jungen Männer waren zunächst in einen Auffahrunfall mit einem Taxi verwickelt, bei dem beide verletzt wurden. Möglicherweise sind beide mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe gestoßen. Der 27 Jahre alte Beifahrer lief zunächst davon, kehrte dann aber mit stark blutenden Gesichtsverletzungen an die Unfallstelle zurück und wartete dort auf die Rettung. Der Lenker sprang von der Reichsbrücke über eine Brüstung auf den Gleiskörper der U1 und wurde von einem Zug erfasst.

Ermittlungen der Polizei, ob die beiden Männer womöglich in einem gestohlenen Auto unterwegs waren oder aus einem anderen Grund das Zusammentreffen mit der Exekutive vermeiden wollten, verliefen negativ.

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