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Two Days A Week 2011: Punk und Rock 'n' Roll am zweiten Tag

The Offspring heizten dem Publikum als Headliner am zweiten Tag beim Two Days A Week 2012 ordentlich ein.
The Offspring heizten dem Publikum als Headliner am zweiten Tag beim Two Days A Week 2012 ordentlich ein. ©EPA
Auch am zweiten Tag des Two Days A Week-Festivals in Wiesen kam das Publikum auf seine Kosten. Neben den 1990er-Jahre-Helden The Offspring sorgten The Baseballs, Paradise Lost oder Alkbottle für Stimmung bei bestem Wetter.
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Mit einer musikalischen Zeitreise ist in der Nacht auf Sonntag, das Two Days A Week-Festival im burgenländischen Wiesen zu Ende gegangen. Co-Headliner The Baseballs versetzte Pophits der vergangenen Monate und Jahre in die 1950er-Jahre und lieferte damit eine Rock ‘n’ Roll-Party, bevor eine der populärsten Punkbands der 1990er-Jahre, The Offspring, das Publikum in eben diese Zeit zurückversetzte. Ein gelungener Abschluss der Festivalsaison in der Erdbeergemeinde.

The Offspring wissen zweifelsohne wie es geht: Zwar hatte die kalifornische Band im Vorfeld angekündigt, ein paar neue Songs mit nach Wiesen zu nehmen. Dennoch hielt man sich gekonnt damit zurück und stellte die alt bekannten Hits in den Vordergrund. Da tobte die Menge und feierte ohne Ende. “All I Want” als Opener, ein paar Lieder später was Neues mit “The New Song” in gewohntem Offspring-Stil. Auszucken war besonders bei “Pretty Fly For A White Guy” und “The Kids Aren’t Alright” angesagt. Begeisterung über die Riesenparty auch bei der Band: “Guys, we gotta do the Two Days A Week-Festival every fucking year from now on”, so Bryan “Dexter” Holland. Nach der Show, die mit einem hymnenartigen “Self Esteem” beendet wurde, hat bestimmt niemand was dagegen.

The Baseballs ließen die Hüften kreisen

Zuvor unterhielten The Baseballs aus Deutschland mit ihren Coversongs in Oldschool-Rock ‘n’ Roll-Manier beim Two Days A Week-Festival. Dabei ließen nicht nur die sieben Musikanten ihre Hüften im Elvis-Style kreisen, auch im Publikum gab es kein Halten mehr. Gespielt wurden unter anderem Hits wie Beyonces “Crazy In Love”, David Guettas “When Love Takes Over” (als Opener) und “Born This Way” von Lady Gaga. Besonders erwähnenswert: “Angels” von Robbie Williams, das von der Masse so ordentlich mitgesungen wurde, als würde der Brite selbst auf der Bühne stehen.

Davor hielten die amerikanischen Hatebreed Einzug, die sich als sehr gern gesehener Ersatz für die im Vorfeld abgesagten Bullet For My Valentine entpuppten: Sänger Jamey Jasta hatte die Menge voll im Griff. Alles hüpfte auf Kommando zu Songs wie “In Ashes They Shall Reap” und “Never Let It Die”. Jasta betonte zuvor, dass ihre Songs nur hart klingen, eigentlich aber “full of hope” seien.

Heiße Temperaturen bei Paradise Lost und Alkbottle

Hart ging es auch bei Paradise Lost zu: Die britische Metal-Formation hatten anfangs mit mangelndem Publikum zu kämpfen, das nach ausgelassenem Tanzen zu den spanischen Ska-Punk-Klängen von The Locos offenbar erschöpft war. Nach und nach füllte sich der Bereich vor der Bühne des Two Days A Week-Festivals allerdings doch noch bis in die hinteren Reihen. Lob gab’s fürs Wetter: “What a fine sunny day”, meinte der “paradiesische” Sänger Nick Holmes. Dieses war sowohl am Freitag als auch am Samstag wirklich paradiesisch: Angenehme, zum Teil heiße Temperaturen, strahlend blauer Himmel, kein Wölkchen und schon gar kein Regen weit und breit.

Der Nachmittag war am Finaltag nach Shows von Haudegen, We Butter The Bread With Butter und And So I Watch It From Afar in heimischer Hand: Die Kultband Alkbottle bot Wiener Liedgut im Rockmantel. Jubel und Freude im Publikum, auch wenn die Schmähs von Frontmann und Sänger Roman Gregory zwar lustig, aber eben nicht neu daherkamen. Den Festivalanhängern war das aber eh egal, weil sie “einfach leiwand sind”, meinte ein Besucher beim Two Days A Week-Festival grölend. “Rockstar in Austria” und “Wo san die Weiba” bot man der Menge vor der Bühne und den Leuten, die sich auf der Wiese von den Strapazen des Vortags erholten und laut Gregory ein “gmiatliches Picknick” abhielten.

Das Two Days A Week-Festival beendet traditionell die Festivalsaison in Wiesen. Auch heuer war es wieder, um Bands und Publikum zu zitieren, “gmiatlich” und “leiwand”. (APA)

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