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Trotz Streit: Kroaten lieben slowenische Skigebiete

Slowenien zählt weiterhin zu den drei beliebtesten Destinationen für kroatische Winterurlauber. Der nach der Blockade der kroatischen EU-Beitrittsverhandlungen durch Ljubljana erwartete Boykott slowenischer Skigebiete sei somit ausgeblieben,

Dies meldete die slowenische Nachrichtenagentur STA am Montag unter Berufung auf kroatische Medien. 15.000 kroatische Skifahrer verbrächten ihren Neujahrsurlaub in Slowenien.

Einige kroatische Skiurlauber hätten sich jedoch nach der jüngsten Abkühlung der bilateralen Beziehungen entschieden, nicht mehr nach Slowenien zu fahren. Größter Nutznießer dieser Entwicklung dürfte Österreich sein, wo 60.000 Kroaten die erste Woche des neuen Jahres verbringen. Besonders beliebt seien die Kärntner Skigebiete Nassfeld und Bad Kleinkirchheim. An zweiter Stelle liege Italien mit 35.000 bis 38.000 kroatischen Urlaubern. Einige Tausend hätten sich für Frankreich und Bosnien-Herzegowina entschieden, berichteten kroatische Reisebüros weiter.

Slowenien blockiert seit Mitte Dezember offiziell die EU-Beitrittsverhandlungen mit Kroatien, weil Zagreb in seinen Verhandlungsdokumenten angeblich slowenisches Staatsgebiet für sich beansprucht. Die kroatische Öffentlichkeit reagierte empört auf den Schritt Ljubljanas. Im Internet begannen umgehend Aufrufe zum Boykott slowenischer Unternehmen und Urlaubsdestinationen zu kursieren.

Insgesamt boomt der Wintersport in Kroatien. Kroatische Reisebüros verkauften heuer um 20 Prozent mehr Winterurlaube als im Vorjahr. 300.000 Kroaten seien am vergangenen Wochenende in den Skiurlaub gefahren, und sie dürften 50 Mio. Euro ausgeben. Für einen Skiurlaub in der Heimat entscheidet sich jedoch nur ein kleiner Teil der Kroaten.

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