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"Treffen Sie niemanden": Das Corona-Jahr 2020 in Zitaten

Die Regierung hatte wegen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 alle Hände voll zu tun.
Die Regierung hatte wegen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 alle Hände voll zu tun. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Das vergangene Jahr 2020 war vor allem von der Corona-Pandemie geprägt. Im Folgenden eine Chronologie in Zitaten.

"Derzeit ist absolut kein Grund zur Aufregung, aber es braucht größte Aufmerksamkeit und internationale Abstimmung" - 22. Jänner 2020 - Noch ist Europa Corona-frei, Gesundheitsminister Rudolf Anschober sieht Österreich "gut vorbereitet".

"Derzeit gibt es keinen Grund zur Sorge in Österreich." - 26. Jänner - Innenminister Karl Nehammer beruft nach dem ersten Verdachtsfall in Österreich dennoch einen Einsatzstab zum Coronavirus ein.

"Auch um Österreich wird Corona keinen Bogen machen." - 26. Februar - Bundeskanzler Sebastian Kurz unmittelbar vor dem Bekanntwerden der ersten beiden Fälle in Österreich.

Erste Corona-Fälle in Österreich machten Lockdown im März nötig

"Ab Montag müssen wir unser soziales Leben auf ein Minimum reduzieren." - 13. März - Kurz kündigt den 1. Lockdown an - "Das bedeutet, bleiben Sie zu Hause." - und verkündet drei Tage später auch die "Ausgangsbeschränkungen", die vorerst eine Woche dauern sollen.

"Halten Sie durch" - 20. März - wieder Kurz, denn die Ausgangsbeschränkungen werden zum ersten Mal verlängert - und schlussendlich bis zum 30. April.

"Wir werden auch in Österreich bald die Situation haben, dass jeder irgendjemanden kennt, der an Corona verstorben ist." - 30. März - Kurz warnt vor "Verharmlosern", die Regierung weitet die Maßnahmen aus und macht die Maske im Supermarkt und Drogerien zur Pflicht.

"Es wird eine Woche sein, die ausschlaggebend dafür ist, ob die Wiederauferstehung nach Ostern, die wir uns alle wünschen, auch so stattfinden kann." - 6. April - Kurz kündigt den Stufenplan zur Öffnung nach Ostern an, dafür kommt aber die Maskenpflicht in allen Geschäften und den öffentlichen Verkehrsmitteln.

"Wir sind sozusagen die Flex, die Trennscheibe für die Gesundheitsbehörden, um die Infektionskette rasch zu durchbrechen." - 16. April - Nehammer bietet den Ländern Polizisten für die Rückverfolgung der Infektionskette an.

"Ein Grippevirus, das für über 80 Prozent der Bevölkerung nicht gefährlich ist" - 13. Mai - FPÖ-Chef Norbert Hofer fordert ein sofortiges Hochfahren des Landes.

Leichtes Aufatmen in den Sommermonaten

"Ich bin sehr optimistisch, dass es in Österreich zu keiner zweiten Welle kommen wird." - 6. Juni - Anschober hofft auf eine flache Kurve.

"Nachdem wir die gesundheitlichen Folgen der Krise überstanden haben, müssen wir jetzt angesichts der Weltwirtschaftskrise die Konjunktur in Österreich wieder ankurbeln (...)" - 13. Juni - Alles im Griff, meint auch Kurz.

"Vorsicht ist die Mutter der Porzellan-Kiste." - 1. Juli - Außenminister Alexander Schallenberg verkündet Reisewarnungen für Länder des Westbalkans.

"Das Virus kommt mit dem Auto nach Österreich." - 16. August - Die Urlauber kehren zurück, Kurz sieht dunkle Wolken am Corona-Horizont aufziehen...

"Es gibt schön langsam Licht am Ende des Tunnels" - 28. August - ...hofft aber auf einen Impfstoff und rechnet mit "gewohnter Normalität" im Sommer 2021.

Zweite Corona-Welle traf Österreich im Herbst

"Ziel ist, einen Lockdown zu verhindern." - 11. September - Die Neuinfektionen steigen drastisch, der Kanzler setzt auf eine Ausweitung der Maskenpflicht und weitere Event-Einschränkungen.

"Was wir gerade erleben, ist der Beginn der zweiten Welle." - 13. September - Kurz erwartet einen "harten Herbst und Winter".

"Wenn wir die Maßnahmen, die jetzt da sind, auch verwirklichen, dann bin ich sehr optimistisch, dass wir nicht in eine zweite Welle hineinkippen." - Gesundheitsminister Anschober am 29. September noch zuversichtlich.

"Zweiter Lockdown offenbar schon in Vorbereitung" - 30. September - FPÖ-Chef Norbert Hofer orakelt.

"Das ist nicht nur eine Ente, das ist eine ganze Entenfarm. Da ist wirklich nichts dran." - Keine Spur von Lockdown, kontert Anschober.

"Die Lage ist extrem ernst, die Situation spitzt sich zu." - 25. Oktober - Kurz warnt, und auch für Anschober geht es jetzt "um alles".

"Ab Dienstag den 3. November null Uhr bis Ende November wird es zu einem zweiten Lockdown in Österreich kommen." - Am 31. Oktober verkündet Kurz gemeinsam mit Anschober den Teil-Lockdown.

"Kommt es zu keiner Entspannung durch Wirksamkeit des Teil-Lockdowns, dann werden wir den Teil-Lockdown verschärfen müssen." - 8. November - Anschober winkt mit dem Zaunpfahl.

"Treffen Sie niemanden!" - 14. November - Kurz ruft den zweiten "harten" Lockdown samt Distance Learning aus.

"Wir brauchen daher eine Notbremsung, und zwar sofort." - weiß auch Anschober.

"Die zweite Welle ist gewaltiger als die erste; den Grund kennen wir noch nicht." - 21. November - Anschober rätselt.

Weihnachten im dritten Corona-Lockdown und Impfstart

"Die kommenden vier Wochen sind die wichtigsten Wochen seit Beginn der Pandemie" - 7. Dezember - Anschober mahnt zur Disziplin, denn der zweite "harte" Lockdown ist zu Ende, der Handel sperrt auf, die Schulen teilweise.

"Wir haben uns dazu entschlossen, dass wir das Weihnachtsfest so verbringen wie geplant, aber ab dem 26. Dezember die Maßnahmen wieder verschärfen" - 18. Dezember - Kurz verkündet den dritten "harten" Lockdown, mit Ausnahmen für 24. und 25. Dezember.

"Die große Bitte: Treffen Sie ab dem 26. Dezember wieder niemanden." - ... auch die Ausgangsbeschränkungen treten wieder in Kraft.

"Ein historischer Tag" - 27. Dezember - Der Kanzler freut sich über die ersten Impfungen in Österreich und spricht vom "Game Changer".

"Es ist absolut noch nicht gewonnen, wir haben es noch nicht gewonnen, aber wir haben jetzt eine Perspektive, eine Hoffnung, eine Chance und wir können jetzt Schritt für Schritt optimistischer werden." - Anschober verhalten optimistisch.

"Ich habe großes Verständnis für jene die sagen, ich habe kein Vertrauen in die ersten Impfstoffe." - 29. Dezember - FPÖ-Chef Hofer gegen jeden "Impfzwang".

"Das geht nur mit vertrauensstiftenden Maßnahmen, schon zu Beginn über eine Impfverpflichtung zu reden wäre genau der falsche Weg." - ... und SPÖ-Chefin Rendi-Wagner will die Impf-Skeptiker ins Boot holen.

"Mein persönlicher Traum wäre es, auf unter 1.000 Fälle pro Tag zu kommen" - 31. Dezember - Der Gesundheitsminister gibt das Ziel für den Jänner aus.

Alles zur Corona-Pandemie in Österreich lesen Sie hier

(APA/Red)

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