Traumfabrik - Kritik und Trailer zum Film

Mit dem Liebesfilm "Traumfabrik" reist das Studio Babelsberg in die eigene Vergangenheit zurück. Potsdam, 1961: Statist Emil (Dennis Mojen) trifft auf die französische Tänzerin Milou (Emilia Schüle). Beide verlieben sich ineinander. Doch als die Grenze zwischen Ost und West geschlossen wird, sind sie plötzlich getrennt. Emil holt zur großen Geste aus, um Milou noch mal von Paris in die DDR zu holen. "Traumfabrik" schildert ein Stück deutsche Geschichte - und zeigt das DEFA-Filmstudio zwischen Piratendreh und Ägyptenkulisse.

Achtung, in diesem Film ist die Luft voller Blütenblätter und Glühwürmchen. Orchester spielen auf und Helene Fischer singt das Titellied. "Traumfabrik" (ab Freitag im Kino) erzählt vom Filmstudio in Potsdam-Babelsberg während der deutschen Teilung: Statist Emil (Dennis Mojen) trifft Tänzerin Milou (Emilia Schüle). Beide verlieben sich ineinander - und werden doch getrennt.

Traumfabrik - Kurzinhalt zum Film

Denn es ist August 1961, und die Grenzen zwischen Ost und West sind plötzlich zu. Emil muss sich einen Trick ausdenken, um seine Angebetete noch einmal von Paris in das DEFA-Filmstudio in der DDR zu holen. Er greift zur großen Geste. Der Titelsong kommt von Schlagerkönigin Helene Fischer - und die singt diesmal auf Englisch.

Angekündigt hatte Fischer das Lied "See You Again" bei Instagram. Dort veröffentlichte sie Anfang Juni nach mehreren Monaten Abstinenz von dem Netzwerk einen Videoschnipsel. Weiß gekleidet und mit ordentlich Föhnwelle steht sie vor schwarzem Hintergrund. Beim Singen bewegt sie die Arme, wie man es sonst von Céline Dion kennt.

Traumfabrik - Die Kritik

In "Traumfabrik" jedenfalls wird nicht mit Orchestermusik gespart. Das Publikum reist zurück zu Sekretärinnen mit schicken Röcken, Schreibtischen mit Holzstühlen, schwarz-glänzenden Automobilen und Filmkulissen für das alte Ägypten. Schauspielerin Schüle war bereits in den Serien "Charité" und "Ku'damm 56" zu sehen. Jetzt stand sie für Regisseur Martin Schreier vor der Kamera. Mit dabei sind auch Michael Gwisdek, Ken Duken und Heiner Lauterbach (als Generaldirektor mit Borstenhaarschnitt).

Das Filmstudio hat eine lange Geschichte hinter sich. Der erste Film wurde 1912 gedreht, unter den Nationalsozialisten entstanden Propagandafilme, 1946 wurde dann die deutsch-sowjetische Aktiengesellschaft DEFA (Deutsche Film AG) gegründet. "Traumfabrik" erzählt von dem Moment, als der Bau der Berliner Mauer und die Grenzschließung die Arbeit dort veränderten.

Überraschend ist der Film dann, wenn es mal nicht um die ziemlich plakative Liebesgeschichte geht, sondern um Verwechselszenen und Slapstickmomente. Der zweistündige Film kann mit schönen Bildern ablenken. Dafür muss man aber einiges an Kitsch und Klischee aushalten können. Etwa wenn Milou erzählt, bei ihr Zuhause in Paris werde jeden Abend auf den Straßen gesungen und getanzt. Da sitzt mancher doch etwas stirnrunzelnd im Kinosaal.

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(APA/Red)

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