Trauerbegleitung in Corona-Krise: Tipps für kontaktlose Betreuung

In Zeiten der Corona-Krise ist es für Angehörige noch schwieriger von Sterbenden Abschied zu nehmen.
In Zeiten der Corona-Krise ist es für Angehörige noch schwieriger von Sterbenden Abschied zu nehmen. ©Pixabay.com (Sujet)
Zu Zeiten der Corona-Krise ist es für Angehörige noch schwieriger, sich von Sterbenden zu verabschieden. Deshalb wurden von der Bundesarbeitsgemeinschaft Trauerbegleitung (BAT) Tipps zusammengestellt, die zeigen, wie es trotz restriktiver Besucherregelungen in Alters- und Pflegeheimen oder Krankenhäusern und Einschränkungen bei Begräbnissen gelingen kann, mit Abschied und Trauer richtig umzugehen.

Der Umgang mit chronisch kranken und alten Menschen, Abschied von Sterbenden und Trauer seien schon in normalen Zeiten bewegende Themen, die psychischen Stress auslösen. Derzeit komme erschwerend hinzu, dass in Krankenhäusern, Alters- und Pflegeheimen noch sehr restriktive Zugangsregeln gelten und Abstand halten das Gebot der Stunde sei, so die BAT am Mittwoch in einer Aussendung. Nicht persönlich Abschied nehmen zu können, erschwere die Trauer immens. Die Tipps der Arbeitsgemeinschaft richten sich sowohl an Angehörige, als auch an helfende Berufe.

Kontaktlose Sterbebegleitung in Corona-Krise

"Auch ohne physischen Kontakt ist es möglich, Sterbenden Mitgefühl auszudrücken", so Leena Pelttari, Geschäftsführerin des Dachverandes Hospiz Österreich. "Sie können etwa übers Telefon, via SMS, E-Mail oder Smartphone-Apps in eine persönliche Beziehung treten, Lieder und Audionachrichten schicken, oder Kleinigkeiten als Zeichen der Verbundenheit vor die Tür legen: Blumen, eine Karte, eine Kinderzeichnung oder ein Stück Kuchen."

Befindet sich ein Familienmitglied in einer stationären Einrichtung, wie einem Hospiz, einer Palliativstation, einem Krankenhaus oder Pflegeheim, können Betroffene nach Absprache mit dem Personal der Einrichtung persönliche Geschenke zu den Sterbenden bringen lassen. Wenn das nicht möglich ist, tut es auch ein Foto. Für Menschen, die Unterstützung brauchen, stehen in jedem Bundesland Hospiz-Helplines zur Verfügung.

"Gerade jetzt in dieser Ausnahmesituation gibt es zu viel Raum und Zeit für Trauer. Das macht es für die Betroffenen noch herausfordernder", so Bernd Wachter, Generalsekretär der Caritas Österreich, die mobile Hospizteams unterhält. Die Caritas bietet deshalb Gespräche am Telefon oder via Videotelefonie in noch kleineren Gruppen an. Mehr Infos gibt es hier.

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(APA/Red.)

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