Trainerdebüt von Polster beim SC Wiener Viktoria

Toni Polster hat beim fünftklassigen Fußball-Verein die sportliche Führung übernommen und erstmals ein Training des Tabellenvierten der vergangenen Oberliga-A-Saison geleitet.
Video zum Trainerauftakt

Trotzdem sei das mittelfristige Ziel, den Aufstieg zu schaffen. “Natürlich sehe ich mich über kurz oder lang nicht in der fünften Liga, aber wenn es sein muss, bleibe ich auch hier“, erklärte der prominente Trainer, der an seinem ersten Arbeitstag von seinem Vater und seiner Freundin nach Meidling begleitet wurde. Der Österreichische Teamrekordtorschütze, der als Aktiver in 94 Länderspielen 44 Treffer erzielt hatte, verließ im November 2010 vorzeitig die LASK Juniors und fand weder in der Bundesliga noch im Ausland ein passendes Angebot als Trainer.

Toni Polster ist gerne Trainer bei SC Wiener Viktoria

Aber wir ziehen das Ding jetzt durch und wenn ich in zehn Jahren noch immer da bin, weil kein Platz für mich frei ist, soll mir das auch recht sein“, meinte die Austria-Legende. Selbst das Angebot die Nationalmannschaft zu coachen, könnte den Wiener im Moment nicht aus der Reserve locken: “Falls der Trainerposten dort frei wird, mache ich das einfach nebenbei”, schmunzelte Polster.

Saisonziel in Meidling: Der Aufstieg mit Polster

Als große Chance für den Verein und als Aufwertung für die gesamte Liga sieht Roman Gregory, Präsident des SC Wiener Viktoria, das Engagement von Polster. “Wenn es jetzt nicht mit dem Aufstieg klappt, dann weiß ich auch nicht mehr weiter“, sagte der “Alkbottle”-Frontmann. Abstriche hätte Polster auch beim Gehalt gemacht, denn der Club, der im kommenden Jahr sein 80-jähriges Jubiläum feiert, habe nur beschränkt Mittel zur Verfügung. “Toni ist uns soweit entgegengekommen, dass wir uns nicht gleich in der ersten Saison in den Konkurs stürzen”, so Gregory.

“Riesenereignis für kleinen Club”

Roman Zeisel, Vorstandsvorsitzende des SC Wiener Viktoria, sprach von einem “Riesenereignis für so einen kleinen Club”. Die Chancen auf einen Aufstieg stünden mit einer so erfahrenen Persönlichkeit aus dem heimischen Fußball natürlich besser. “Mein Traum wäre es Meister zu werden und die Chancen dafür stehen höher als 50 Prozent. Das ist im Fußball schon sehr viel“, betonte Zeisel.

 

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