Too Good to Go im Kampf gegen Essensverschwendung

Too-Good-to-Go Country Manager Strasser ist auch im Vienna.at-Podcast zu hören.
Too-Good-to-Go Country Manager Strasser ist auch im Vienna.at-Podcast zu hören. ©Too Good To Go
Jeder Österreicher wirft im Durchschnitt 60 Kilogramm einwandfreie Lebensmittel in den Müll. Das entspricht 500 Topfengolatschen, die pro Mann und Nase im Abfall landen.

Summa summarum landet hierzulande rund eine Million Tonnen überschüssiges Essen pro Jahr im Müll. Für die Hälfte (521.000 Tonnen) sind die Haushalte verantwortlich, bezog sich Too Good To Go auf das Ergebnis einer Untersuchung des WWF aus dem Vorjahr. "Der größte Teil der Lebensmittelverschwendung passiert in Österreich zu Hause. Oft ist es schwierig, genau zu planen. Wir haben hohe Ansprüche, wie ein Lebensmittel ausschauen soll, um es zu essen", gab Georg Strasser, Country Manager von Too Good To Go, zu bedenken. Dabei gebe es "sehr viele gute Optionen für Reste und übrige Lebensmittel".

Vienna.at sprach im Podcast "Heast, Oida" mit Strasser über den Weg der App in Österreich, Kooperationen mit großen Lebensmittelmärkte und ob Anbieter die App auch für Werbezwecke "missbrauchen" können. Mehr dazu hier:

Too Good to Go Country Manager Georg Strasser.
Too Good to Go Country Manager Georg Strasser. ©Too Good to Go

Was machen mit alten Lebensmitteln?

Einer Umfrage unter Too Good To Go-Nutzern zufolge (1.555 Teilnehmende) verarbeiten 36 Prozent überschüssige Lebensmittel und Reste am liebsten zu neuen Gerichten. 31 Prozent verlassen sich nicht zwangsläufig auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und verwenden abgelaufene Waren mitunter trotzdem. 21 Prozent setzen auf einen Essensplan, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Immerhin zwölf Prozent empfehlen, übrig gebliebenes Essen mit Freunden oder Nachbarn zu teilen.

Investorenrunde um 25,7 Millionen Euro

Die App hat in der letzten Investorenrund 25,7 Mio. Euro bei Investoren eingesammelt. Allein die Hälfte davon stammt von dem Fonds Blisce des französischen Unternehmers Alexandre Mars. Mit dem Geld will das Unternehmen weiter expandieren, vor allem in den USA.

Too Good to Go wurde 2016 in Kopenhagen gegründet und ist in 14 europäischen Ländern, darunter Wien, sowie in den US-Städten New York und Boston präsent. Heruntergeladen wurde die App nach Angaben des Unternehmens bereits von über 30 Millionen Nutzern.

(APA/red)

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